Winterreise mit Literatur, Musik und Fotografie

Bei einem Liederabend des Kunst- und Kulturvereins am Samstag, den 21. Februar 2015 um 19:00 Uhr, werden Johannes Green (Bariton) und der Pianist Michael Rämisch die ‚Winterreise‘ von Franz Schubert in ganz besonderer Weise präsentieren. Zu Melodie und Liedern des berühmten Werkes werden den Zuhörern schwarz-weiß-Fotografien präsentiert, durch die eine eindrucksvolle Verbindung von Literatur, Musik und Fotografie geschaffen wird.

Johannes Green, Bariton
studierte Gesang in bei Ingeborg Hallstein und Cheryl Studer. Durch seine sängerische Arbeit ist ihm eine besondere Nähe und Vertrautheit zum Lied entstanden. Aus dieser heraus erwächst zunächst eine musikalische Interpretation, die wiederum in eine fotografische Deutung führt. Im Mai 2013 präsentierte er seine Arbeit in einer ersten Einzelausstellung in der Galerie Christoph Dürr in München: Fotografien zu den Liedern der Dichterliebe von Robert Schumann. Im Frühjahr 2014 zeigte er im Münchner Gasteig sein Kunst|Lied-Projekt zu Liedern von Richard Straus. Zuletzt führte ihn Franz Schuberts Winterreise im Januar dieses Jahres nach Bad Tölz und nach Aachen, wo seine Bilder und sein Singen im Rahmen zweier großer Einzelausstellungen zu erleben waren.

Michael Rämisch, Klavier
Michael Rämisch  schloß sein Klavierstudium bei Dorothee  Broichhausen mit Auszeichnung ab. Es folgten das Konzertexamen und weitere Studien bei Vitaly Margulis, Homero Francesch und Justin

Oprean. Neben seiner Tätigkeit als Klavierpädagoge konzertiert er regelmäßig mit Johannes Green. Er ist Mitglied im »Ensemble Artefakt« und im »Ensemble Felice«. Zahlreiche Konzerte u.a. mit

Stefanie Kunschke und Alexis Vincent in der Kölner Oper, bei den Aachener Messiaen Tagen oder bei den Mönchengladbacher Rathauskonzerten spiegeln sein Engagement.

Samstag, den 21. Februar 2015 um 19:00 Uhr im K14, sogenanntes Haus der Bürger Klosterstraße 14 in 91788 Pappenheim im Vortragssaal,1.OG. Einlass ab 18:00 Uhr.

Die  Fotografien sind auch im oberen Stockwerk des K14 ausgestellt und können nach dem Konzert bei Getränken und guten Gesprächen besichtigt werden.

Der Eintritt ist frei, angemessene Spenden werden erbeten.




Ein immerwährender Konflikt.

(Hans-Jürgen Porsch) Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V. präsentierte am Freitag, den 6. Februar einen Vortrag, dessen Thema die Konfliktsituation zwischen Palästina und Israel war. Der Vortrag hinterfragte die aktuelle leidliche Situation des permanenten Terrors und der generationsübergreifenden kriegerischen Auseinandersetzungen mit der Frage, oder der Feststellung des Themas: „Kein Frieden im Heiligen Land.“

Der Einladung von Uschi Kreißl und Christa Seuberth war Frau Professor Dr. Ulrike Bechmann von der Universität Graz/Austria, anerkannte Islamwissenschaftlerin und Theologin gerne gefolgt, hatte sie doch bereits beim Kunst- und Kulturverein über die Grundzüge des Islams und dessen Einfluss in Europa einen vieldiskutierten Vortrag gehalten.

Vor vollbesetztem Haus verdeutlichte sie an diesem Abend und mit Hilfe beeindruckender PPS-Folien die Hintergründe zu dem bis heute schwelenden Konflikt im sogenannten ‚Heiligen Land‘. Die Ursachen dafür gehen auf die politischen Entwicklungen sowohl in Europa als auch im Nahen Osten Ende des 19. Jahrhundert zurück.

Antisemitismus, Nationalismus und Kolonialismus schufen die Voraussetzungen für den Konflikt. Der Niedergang des Osmanischen Reiches, das einerseits mit Westeuropa, insbesondere Deutschland, viele Beziehungen hatte, und die daraus resultierenden Unabhängigkeitsbewegungen im arabischen Raum trugen zur weiteren Entwicklung bei.

Ein dritter großer Faktor war das sehr unterschiedliche Verständnis davon, was Land für die jeweilige Bevölkerung bedeutete. Während und nach dem ersten Weltkrieg teilten sich England und Frankreich den Nahen Osten mit ihren unterschiedlich starken Einfluss-Sphären auf. Versuche des Völkerbunds, die Interessen von Palästinensern und einwandernden Juden und Jüdinnen durch eine Teilung des Landes zu regeln, scheiterten.

Der Beginn des Zweiten Weltkriegs brachte diese Bemühungen vorerst zum Erliegen, diese wurden erst international durch den Teilungsplan 1948 wieder aufgenommen. Anhand von Landkarten wurde im Folgenden deutlich, wie die Kriege und die Kontrolle über das Land prägten und welche Vorschläge schließlich die Friedensverhandlungen zur Grundlage hatten: Fehlende Außengrenzen, Siedlungen, Wasserkontrolle und Abriegelungen selbst innerhalb der palästinensischen Gebiete zueinander seit dem Oslo-Abkommen 1995 machen eine Konfliktlösung immer unwahrscheinlicher.

Die Referentin wies auf die Tragik des Konflikts hin und die lange Spirale der Gewalt und Gegengewalt hin, die eine einfache Beurteilung unmöglich mache. Schon lange wäre es nicht mehr richtig, entweder mit Palästinensern, oder mit Israel allein solidarisch zu sein. „Quersolidarität“ sei mit dem Wort einer Palästinenserin gefragt, quer durch die politischen Grenzen hindurch solle man mit allen auf jeder Seite solidarisch sein, die sich für Frieden einsetzten. Und die gibt es, auf jeder Seite.




Europa-Abgeordnete Ulrike Müller kommt ins EHP

(EHP-Redaktion) Das Europäische Haus Pappenheim (EHP) setzt am 19. Februar um 18 Uhr 30 seine Gesprächsreihe mit EU-Abgeordneten fort. Diesmal wird die Veranstaltung gemeinsam mit der bayerischen Landtagsfraktion der Freien Wähler (FW) durchgeführt. Eröffnet wird der Abend von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega und der mittelfränkischen FW-Landtagsabgeordneten und Stellvertretenden FW-Bundesvorsitzenden Gabi Schmidt. Danach wird die EU-Abgeordnete Ulrike Müller im Mittelpunkt sprechen.

Ulrike Müller ist seit 1996 in politischen Ämtern aktiv. Zunächst als Gemeinde- und Kreisrätin, dann als zweite Bürgermeisterin von Missen-Wilhams und stellvertretende Landrätin von Oberallgäu, ab 2008 schließlich als Mitglied im bayerischen Landtag und stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Mit der EU-Wahl im vergangenen Jahr wurde sie Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP). Im Dezember 2014 wurde sie auch zur Vizepräsidentin der Europäischen Demokratischen Partei (EDP) gewählt. Angesichts ihrer großen praktischen Erfahrung und Sachkenntnis im Agrarbereich, die sie als Landwirtin im familieneigenen Milchviehbetrieb erlangte, legte sie den Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit auf die Landwirtschaft und damit verbundene Bereiche. Aufgrund ihres Engagements ist sie bereits mit der Bayerischen Staatsmedaille ausgezeichnet worden. Müller möchte besonders die ländlichen Räume als lebendige Räume von sozialem Miteinander, Brauchtum und Kultur erhalten. Diese Ziele verfolgt sie als MdEP im Ausschuss “Landwirtschaft und ländliche Entwicklung”. Themen des ländlichen Raums sind es, die ebenso das EHP immer wieder aufgreifen möchte. Viele fragen sich jedoch: “Wozu da die EU?” Ulrike Müller wird von ihrer Arbeit im Ausschuss berichten und auf die Frage eingehen, welche Dinge europaweit und welche Dinge besser auf unteren Ebenen angegangen werden.




Für den Kölner Karneval gerüstet

Die Stadtkapelle Pappenheim mit ihrer Kapellmeisterin Ina Stengl an der Spitze wird am Faschingswochenende von Samstag bis zum Rosenmontag in mehreren Stadtteilen von Köln Karnevalsumzüge musikalisch begleiten. Am Sonntag war die letzte Probe vor den vier Auftritten bei den legendären Karnevalsumzügen in Köln. Mit einem stattlichen Musikzug aus 38 jungen engagierten Musikerinnen und Musikern begleitet die Stadtkapelle Pappenheim in diesem Jahr zum 12. Mal die Karnevalsumzüge in Köln. Seit 2003 fährt das Ensemble mit nur einer Unterbrechsung regelmäßig über die Grenzen Bayerns hinaus um in die Karnevalshochburg ihr musikalisch aufzutrumpfen.

Damit auch alles klappt wird seit Langem für die Kölner Karnevalsmusik geübt. Es hört sich gut an, was die Stadtkapelle Pappenheim für Köln so alles einstudiert hat. Zum Repertoire gehören bekannte Karnevalsstücke wie der Narhalla-Marsch, Mer losse d´r Dom in Kölle und Viva Colonia genauso wie „Echte Fründe“ von den Höhnern, der Treue Hussar, die Hände zum Himmel und viele andere Stimmungslieder.

Sicherlich werden die Kölner Jecken so wie schon in den letzten Jahren von den Auftritten der Stadtkapelle begeistert sein.

In diesem Jahr dürfen wir die Stadtkapelle nach zu ihren außerbayrischen Auftritten begleiten und werden wenn möglich aus Köln direkt berichten.

Bleiben Sie also neugierig.




EHP-Besucher erlebten Europa Sprachgeschichte zum Anfassen

(EHP Redaktion) Am vergangenen Sonntag wurde eine Ausstellung zu den Gemeinsamkeiten der europäischen Sprachen im Europäischen Haus Pappenheim (EHP) eröffnet. Geboten wurden hier durch das ganze Haus verteilt mehr als 30 kleine Stationen zu Schriften, Laute, Grammatik, Wörter und Wendungen, Höflichkeitsformen, Sprachdokumente, Sprachpolitik, Sprachunterricht, Sprache in literarischen Texten. Erstellt wurden die Stationen von den Eichstätter Studierenden Anna-Lena Heimerdinger, Nina Hippler, Sabrina Nerb und Matthias Mugratsch sowie ihrem Dozenten, EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega. Sie zeigten, dass man auch ohne großen technologischen Einsatz unterhaltsam und lehrreich sein kann. Mal waren es einfache Stationen, mal schwierigere, sodass für jeden etwas dabei ist. Die Gäste konnten aber entscheiden, ob sie eine Aufgabe selbst lösen wollten oder gleich zur Lösung gehen wollten. Die generationenübergreifenden Besucher animierten die Stationen zu zahlreichen Gesprächen, sodass das EHP seine Türen länger als geplant offen hielt. Auch über den Namen der Ausstellung konnten die Besucher abstimmen und eigene Vorschläge unterbreiten. Die meisten empfanden EUROLINGUA als den passenden Namen. EHP-Leiter Grzega, der mit dieser Ausstellung auch ein europäisches Identitätsgefühl spürbar machen wollte, wird diese noch erweitern. Auch in den nächsten Monaten kann man auf Anfrage (09143/606-60, ehp@pappenheim.de) die Ausstellung besuchen, die in dieser Darstellung eurolinguistischer Forschungsergebnisse einzigartig ist.

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Präsentierten Europa-Sprachgeschichte zum Anfassen (v.l.n.r.): Matthias Mugratsch, Nina Hippler, Anna-Lena Heimerdinger, Sabrina Nerb, EHP-Leiter Joachim Grzega

 




Europa-Abgeordneter Buchner lockte neue Gäste ins EHP

Europa-Abgeordneter Buchner lockte neue Gäste ins EHP

 

(EHP-Redaktion) Prof. Dr. Klaus Buchner ist nicht nur das erste Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP), das der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) angehört. Er ist auch der erste ÖDP-Redner im Europäischen Haus Pappenheim (EHP).

Seine Ankündigung bescherte dem EHP auch prompt neue Besucher über Pappenheims Grenzen hinaus. Buchner war der erste einer Reihe von EU-Abgeordneten, die zugesagt haben, über ihre parlamentarische Arbeit zu berichten. Für die Veranstaltung mit Prof. Buchner bot sich aufgrund seiner Tätigkeitsfelder der Schwerpunkt “Sicherheit und Verteidigung” an. Buchner führte aus, dass der Ausschuss “Sicherheit und Verteidigung” zwar theoretisch kaum etwas zu entscheiden, dass aber viel auf informellem Weg beeinflusst werden könnte. Und dies sei besser als Ausschüsse, die zwar theoretisch viel zu sagen hätte, dies aber praktisch keine Bedeutung hätte. Anhand des Beispiels Ägypten zeigte er auf, dass die Medien zwar in der Regel wahrheitsgetreu, aber oft unvollständig berichteten und man sich daher oft ein falsches Bild über die Geschehnisse mache. Bereits in seiner Einleitung verwies EHP-Leiter Prof. Dr. Grzega darauf, dass es nicht Bedrohungen von außerhalb der EU gebe, sondern dass die geplanten Handelskommen TTIP, CETA und TISA als Angriffe auf Demokratie, sozialen Frieden und soziale Sicherheit wirken und dadurch interne Spannungen aufbauen. Um dieses Freihandelskommen drehte sich dann auch die Mehrheit der Fragen in der anschließenden Diskussion. Buchner erklärte, dass es vorbei an der Mehrheit der Bürger im EU-Parlament eine große Koalition für die Freihandelsabkommen gäbe. Dies sei vor allem auf den Lobbyismus großer Wirtschaftskonzerne zurückzuführen. Im Augenblick seien seiner Ansicht nach die Abkommen nur durch immer wieder kehrenden Druck der Bevölkerung abwendbar. Das Publikum dankte Buchner für die zwar nicht sehr hoffnungsfrohen, aber ehrlichen und persönlichen Worte mit reichlich Applaus.

Foto: EHP




Dirigentin der Stadtkapelle ist Bachelor of Music

Ina Stengl, die Dirigentin der Stadtkapelle Pappenheim ist jetzt an der Hochschule für Musik in Nürnberg der akademische Grad „Bachelor of Music im Hauptfach künstlerisch pädagogisch Saxophon“, verliehen worden.

Der Verleihung dieses Zertifikats an die 23-jährige Treuchtlingerin ging eine vierjährige Studienzeit voraus, in der sie an Workshops bei Jean-Marie Londeix, und dem Rascher Saxophon Quartett teilgenommen hat, um ihre Professionalität zu vervollkommnen.

In ihrer, mit der Note 1,15 bewerteten Bachelorarbeit, hat Ina Stengl über die „Methodisch-didaktische Grundlagen der Bläserklasse“ Unterrichtskonzepte für das Bläserklassen-Modell erarbeitet.

stengl_inaSeit ihrem vierten Lebensjahr musiziert Ina Stengl. Angefangen hat sie damals mit der Blockflöte. Schon während ihres Saxophonstudiums hat sie begonnen Blockflöte als Zweitfach zu studieren. Diesen Studiengang wird sie im Juli 2015 abschließen. Zudem kann sie auch mit Klarinette und Fagott musizieren.

Mit ihrer Professionalität auf dem Instrument Saxophon und Blockflöte und ihrer umfangreichen pädagogischen Ausbildung hat Ina Stengel ihr ehemaliges Hobby zum Beruf gemacht. Für Musikunterrichte für Kinder, Erwachsene, Gruppen und Großgruppen ist sie durch ihre Ausbildung bestens gerüstet.

Ihr Ziel ist es Spaß am musizieren und musiktheoretische Sachverhalte durch Kreativität zu vermitteln. Dabei ist ein gesundes Lehrer-Verhältnis sehr wichtig. Dieses erreicht die Dirigentin der Pappenheimer Stadtkapelle durch abwechslungsreiche Methoden und Lernfelder deren Inhalte gemeinsam erarbeitet werden.

Das Ina Stengl damit richtig liegt, zeigt die Tatsache, dass sie seit März 2013 die Stadtkapelle Pappenheim wieder zu einem stattlichen Orchester geformt hat, das als ein Aushängeschild für unsere Stadt gewertet werden kann.

Derzeit unterrichtet die Musikpädagogin in Langenaltheim, Raitenbuch und Wettelsheim. In Pappenheim führt sie neben der Stadtkapelle auch noch die Nachwuchsarbeit für das Musikensemble durch und bietet auch Einzelunterricht für Privatschüler an.




Treffpunkt Kultur

Am Sonntag, 08. Februar, findet wieder der „Treffpunkt Kultur“ im K14, sogenanntes Haus der Bürger, Klosterstraße 14  in 91788 Pappenheim statt. Ab Monat Februar ist der Beginn um 18:00 Uhr.

Beim „Treffpunkt Kultur“ geht es um die Vorbereitung gemeinsamer Besuche von Kulturveranstaltungen in der Region und darüber hinaus.

Interessierte können am Sonntag einfach vorbeikommen und ihre Anregungen mitbringen, oder sich auch anregen lassen.

Veranstalter ist der Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V., weiterführende Informationen gibt es bei: Christine Gschwandtner Tel. 09143 9579406.

Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen.

Foto: Hans-Jürgen Porsch




EHP-Monatsprogramm für Februar

Das Europäische Haus Pappenheim (EHP) gibt die Vorschau auf das Monatsprogramm Februar 2015 bekannt.

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Zauberhafte Reise durch Europa

Im völlig ausverkauften Kronensaal präsentierte der Kunst und Kulturverein mit dem Ensemble Quadro Nuevo ein Konzert der Extraklasse. Mit sehr viel Spielfreude zeichneten die vier Künstler eine magische Reise durch Europa, in der vom von lieblichen Tönen eines Chansons bis hin zu Mischtönen aus Wein und Paprika .

Es wird wohl nicht wieder so schnell geschehen, dass in Pappenheim eine Kulturveranstaltung schon lange vor Veranstaltungsbeginn ausverkauft ist. Mit Quadro Nuevo hatte Mini Wurm für den Kunst und Kulturverein ein Jazz-Ensemble mit Weltruf für Pappenheim engagieren können. Das Gesamtprojekt zeigt, dass es in Pappenheim durchaus gesellschaftliche Ebenen gibt, in der Verbundenheit und der Gemeinschaftssinn leben. Umso erfreulicher war es, dass die Veranstaltung rundum als voller Erfolg in die Vereinsgeschichte des Kunst- Und Kulturvereins eingehen wird.

„Wir waren schon einmal in Pappenheim“ erzählte Mulo Francel (Saxophone, Klarinetten) im lockeren Plauderstil dem Publikum. „Aber keiner von uns kann sich sehr gut daran erinnern“, denn man habe nach dem Konzert sehr viel Bier getrunken. Mit solchen und ähnlichen Anekdoten führte Mulo Francel durch einen Abend, der von zarten Klängen bis hin zu wilden rhythmischen Passagen eine wunderbare Palette der Jazzmusik auf dem Programm hatte. Eine Reise durch Europa stand dabei im Mittelpunkt des Musikprogramms, das auch wieder Mini Wurm, wohl als Hommage an das Europäische Haus Pappenheim, zusammen mit dem Ensemble ausgesucht hatte.

Ergänzt wurde die große Klasse der Künstler von einem fachkundigen, zum Teil von weit her angereisten Publikum, das mehrfach auch für Sololeistungen begeisterten Applaus spendete und auch immer mitging, wenn Mulo Francel seine Reiseerläuterungen durch Europa humorvoll würzte. Wie etwa der Beitrag zu Ungarn, den er mit einem Mischgetränk verglich, in dem man vom lieblichen Wein über allerlei Schnäpse, bis hin zum Paprika alles vorstellen müsse.

So war es auch nicht verwunderlich, dass das Publikum Mulo Francel, (Saxophone, Klarinetten), Andreas Hinterseher (Akkordeon, Vibrandoneon, Bandoneon), Evelyn Huber (Harfe), D.D. Lowka (Kontrabass, Perkussion) am liebsten noch lange auf der Bühne behalten hätte. „Aber es gibt ja auch eine Zukunft“, tröstete Mulo Francel nach der zweiten Zugabe das Publikum und lud zu einem der nächsten Konzerte von Quadro Nuevo ein.

Der Kunst- und Kulturverein bedankt sich als Veranstalter in erster Linie bei Mini Wurm, ohne deren mutiges Engagement das Konzert wohl nicht zustande gekommen wäre. Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Abends leiste auch der Der ZONTA Club Fränkisches Seenland, der mit einem reichhaltigen Fingerfood-Angebot für das leibliche Wohl der vielen Gäste sorgte.

Weiterhin dankte Clemens Frosch, der 1. Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins Elkmar Rasch, dem derzeitigen Hausherrn des Hotels Krone, dem Europäischen Haus Pappenheim für das überregionale Bewerben der Veranstaltung, der Tourist-Information Pappenheim und der Buchhandlung Meyer in Weißenburg für den Kartenvorverkauf.

 




Interaktive Ausstellung zu Europas Sprachen

(EHP-Redaktion) Vielfach wird das mangelnde Zusammengehörigkeitsgefühl in Europa beklagt. Ein wichtiger Baustein zur Entwicklung eines Identitätsgefühls ist Sprache. Umso erstaunlicher ist es, dass es europaweit nur ganz wenige Sprachwissenschaftler gibt, die die Gemeinsamkeiten der europäischen Sprachen erforschen.

Einer dieser wenigen Eurolinguisten ist Joachim Grzega. Er ist Leiter des Europäischen Hauses Pappenheim (EHP) und Professor an der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Dabei ist ihm wichtig, dass die Erkenntnisse auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mit Studierenden der Universität Eichstätt-Ingolstadt hat er daher nun ein interaktives Eurolinguistisches Museum erstellt, das am 1. Februar zum ersten Mal seine Pforten im Europäischen Haus Pappenheim öffnet. Interaktiv bedeutet dabei, dass Besucher auch Aufgaben in unterschiedlicher Form lösen können. Die einzelnen Stationen zeigen europäische Gemeinsamkeiten zu unterschiedlichen sprachlichen Aspekten auf: Schriften, Laute, Grammatik, Wörter und Wendungen, Höflichkeitsformen, Sprachdokumente, Sprachpolitik, Sprachunterricht, Sprache in literarischen Texten. Die Besucher können dabei auch mit Grzega und seinen Studierenden ins Gespräch kommen. Eine spezielle Besprechungseinheit für Lehrkräfte der sprachlichen Fächer sowie der Musik und Kunsterziehung zeigt auf, wie die Erkenntnisse im Unterricht eingebaut und wie sprachkulturelle Projekte mit Schülern durchgeführt werden können; Lehrkräfte können sich dazu im EHP oder über das Fortbildungssystem FIBS offiziell anmelden.

Der Eintritt ist frei. Jedoch wird um vorherige Anmeldung über ehp@pappenheim.de oder 09143/606-60 gebeten.




Töpfern und Räuchern in Pappenheim

Die Pappenheimer Künstlerin Birgit van der Gang hält in ihrer Töpferwerkstatt demnächst ein ganz besonderes Kursangebot bereit. Dabei wird den Kursteilnehmern neben der Kunst des Töpferns auch die Lehre des Verräucherns vermittelt.

Das Verräuchern von Kräutern hat seinen Ursprung schon in den Hochkulturen der vorchristlichen Zeit. Schnell wurde erkannt, dass die wohlriechenden Düfte zu einer Entspannung und einer Aufhellung der Stimmung führten.

Diese Erfahrung kann nun in drei Kursen gemacht werden, die aus jeweils zwei Abenden bestehen. Am ersten Abend wird aus Ton ein Räucherstövchen geformt, das nach der Trocknungsphase gebrannt wird.

Am zweiten Abend kommt dieses Stövchen dann zum Einsatz. Unter der Anleitung von Karin Seith, die in Abendberg eine Praxis für Psycho-Kinesiologie hat, erfahren die Kursteilnehmer die Wirkungsweisen beim Verräuchern von Kräutern und Harzen auf ihren selbst getöpferten Räucherstövchen. Das Räucherwerk ist unbehandelt und stammt aus den Garten von Karin Seith. Weihrauch, Hölzer und Harze stammen von namhaften Händlern.

Zustande gekommen ist diese interessante Verbindung von Töpfern und Räuchern, im April des vergangenen Jahres bei der gemeinsamen Bildausstellung von Birgit und Christopher van der Gang und Petra Hoch-Reichenbecher in der Weißenburger Kunstschranne. Bei dieser Ausstellung kam es zu der Verbindung mit Karin Seith.

Zu den Kursen ist eine Anmeldung erforderlich
Anmeldung bei Birgit van der Gang,
Deisingerstraße 5, Tel: 09143/837192

Kurs 1: Freitag, 27. Februar 2015 und Freitag 13. März 2015

Kurs 2: Freitag, 10. April 2015 und Freitag 24. April 2015

Kurs 3: Freitag, 29. Mai 2015 und Freitag 12. Juni 2015

 Jeden Mittwoch am 19:00 Uhr gibt es in der Töpferwerkstatt
der Künstlerin Töpferkurse für jedermann.
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