Internationale Experten treffen sich im EHP

(EHP) Schon zum dritten Mal treffen sich Sprachforscher aus verschiedenen Ländern im Europäischen Haus Pappenheim (EHP).
Joachim Grzega, Leiter des EHP und Professor an der Universität Eichstätt, lädt hier zu seiner dritten Konferenz zur Eurolinguistik, also zur Erforschung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede europäischer Sprachen. Während bei politischer und geschichtlicher Forschung ein europäischer Blickwinkel weit verbreitet ist, wird Sprachforschung immer noch meist national betrieben. National-orientierte Sprachfächer wie Germanistik und Anglistik sind in der akademischen Welt gut verankert. Dagegen spielt die Eurolinguistik noch immer eine Randrolle. Grzega will die Einrichtung von Eurolinguistik als eigenem Universitätsfach vorantreiben und es außerdem erreichen, dass eurolinguistische Erkenntnisse in Lehrpläne eingehen. Dazu müsse auch dem Allgemeinbürger klar werden, was Eurolinguistik tue und was sie für die Gesellschaft leisten könne. Daher legt Grzega Wert darauf, dass auch diesmal die Sprachforscher mit Bürgern ins Gespräch kommen. Dieser allgemein-öffentliche Teil ist am Samstag, 11. April, von 16 bis 18 Uhr, im unteren EHP-Saal. Die Wissenschaftler werden ihre neuen Forschungsergebnisse in allgemeinverständlicher Sprache zusammenfassen und mit den Bürgern diskutieren. Mit dabei sind unter anderem der Innsbrucker Professor Wolfgang Pöckl, der schon 2013 und 2014 mit dabei war, sowie der aus Schweden stammende Professor Sture Ureland, der 1999 den ersten eurolinguistischen Arbeitskreis gründete. Fremdsprachige Beiträge werden bei der Veranstaltung ins Deutsche übersetzt. Außerdem sollen aktuelle Schüler- und Studenten-Projekte kurz vorgestellt werden.
Die Veranstaltung ist frei. Zur besseren Organisation wird jedoch um vorherige Anmeldung wird gebeten, entweder über ehp@pappenheim.de oder 09143/606-60. Dies sind auch die Kontaktdaten für jene, die sich für eine zusätzliche Teilnahme an der restlichen Tagung interessieren. Das gesamte Konferenz-Programm ist den EHP-Webseiten zu entnehmen: http://www.ehp-online.eu.




EHP-Programm für April 2015

Das Europäische Haus Pappenheim hat jetzt das Monatsprogramm für April bekannt gegeben.

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Er läuft gut bei der Stadtkapelle Pappenheim

Bei der Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle Pappenheim konnte Dirigentin Ina Stengl einen guten Lauf für das Ensemble feststellen. Neben den Planungen für ein Jahreskonzert standen auch Neuwahlen auf dem Programm. Dabei wurde Roland Rathsam einstimmig im Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt. Sponsoren für Regenjacken werden gesucht.

150114_stramu-bilder-d.j-04Der Niederländerumzug, das Konzert beim Schäferfest in Übermatzhofen, das Platzkonzert zum Volksfestauftakt, der Volksfestumzug, der Auftritt beim Theater am Schnürl, das Steinreichen 5 Fest und der Neujahrsempfang des Straßenmuseums und vier Auftritte bei den Kölner Karnevalszügen, das sind nur einige Eckpunkte der Auftritte des Pappenheimer Musikensembles, an die Roland Rathsam der 1. Vorsitzende der Stadtkapelle Pappenheim bei seinem Jahresbericht erinnerte. Er dankte allen Musikerinnen und Musikern für ihren Einsatz. Ganz besonders dankte er der Dirigentin Ina Stengl, die vor zwei Jahren die musikalische Leitung der Stadtkapelle übernommen und zu einem Musikensemble geformt hat, in dem es Freude macht zu musizieren.

140720_coldwater-02Wenn sich die Dirigentin Ina Stengel auch noch mehr Stammmusiker für die Stadtkapelle wünscht, so konnte sich doch von einigen Neuzugängen in ihrer Dirigentenzeit berichten. „Es läuft gut, es macht mir großen Spaß mit Euch zu arbeiten “, stellte sie fest und   freute sich, dass im Jahreslauf 2014 alle Termine geklappt haben. In Planung ist derzeit ein Jubiläumskonzert zum 15-jährigen Bestehen der neugegründeten Stadtkapelle Pappenheim, das voraussichtlich im Oktober 2015 stattfinden soll. Vor diesem Konzert wird sich die Stadtkapelle Pappenheim zu einem Probenwochenende in das Jugendhaus der evangelischen Landjugend auf dem Hesselberg zurückziehen.

140526_schnuerl-03Bei den Neuwahlen wurde Roland Rathsam wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt und Corinna Huber erhielt bei der geheimen Wahl ein einstimmiges Votum zur 2. Vorsitzenden. Zu der Schriftführerin wurde Miriam Fister gewählt und die Kasse der Stadtkapelle Pappenheim wird künftig Alfred Rathsam führen. Silvan Maderer ist der neue gewählte Jugendwart und Johannes Meyer wird künftig als Notenwart die Ordnung im Notenkoffer aufrecht erhalten.

Zusammen mit der neuen Vorstandschaft wurden auch gleich verschiedene Regularien besprochen und auch die bisher bekannten Auftritts Termine. Seit Jahren schon will sich der gemeinnützige Verein der Stadtkapelle Pappenheim für Auftritte an etwas kälteren oder regnerischen Tagen Softshell-Jacken anschaffen, für die noch Sponsoren gesucht werden.




EU-Abgeordneter Deß sprach zur EU Agrarpolitik

(EHP) Er komme gerne wieder, meinte EU-Abgeordneter Albert Deß am Ende der Diskussion mit den fragefreudigen Zuhörern im Europäischen Haus Pappenheim (EHP). Deß ist seit 2004 Mitglied des Europa-Parlaments(MdEP). Er war zuvor von 1990 bis 2004 Mitglied des deutschen Bundestages, ist seit 1978 Kreisrat in Neumarkt in der Oberpfalz und war lange Zeit Mitglied des CSU-Landesvorstandes. Er berichtete vor allem von seiner Arbeit im Bereich der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung. Deß sprach sich dabei für eine EU-Rahmenpolitik aus, die genügend Raum für lokale Varianten lasse und die Landwirte nicht mit Bürokratie überfrachte.
Die Naturgegebenheiten in Europa seien zu unterschiedlich, als dass man für alle die gleichen konkreten Bedingungen und Maßnahmen bestimmen sollte. So sollten die EU-Direktzahlungen (1. Säule der EU-Agrapolitik) nicht an eine Verbesserung von Standards geknüpft werden, sondern lediglich an die Einhaltung bisheriger Standards. Die Standardverbesserung, das sogenannte Greening, sollte in den Bereich der gezielten Förderprogramme fallen (2. Säule der EU-Agrarpolitik). Bei solchen agrarpolitischen Entscheidungen sollte man sehr auf Leute mit nationaler und regionaler Praxiserfahrung hören. Auf der anderen Seite sollte es durch nationale Sonderwege bei Zahlungen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen im EU-Binnenmarkt kommen; Deß forderte daher die länderübergreifende Abschaffung gekoppelter Zahlungen. Für zukünftige Agrarimporte forderte er, dass die europäischen Standards für Verbraucherschutz, Tierschutz, Umweltschutz und Sozialmindeststandards eingehalten werden. Schließlich forderte er, dass man sich Entwicklungen nicht nur oberflächlich ansehe, sondern sehr genau analysiere, und freute sich daher, dass man solche methodischen Ansätze auch im EHP anwende. Albert Deß nahm sich nach seinem Vortrag noch reichlich Zeit für die vielen Fragen der Zuhörer. Mit ihm Publikum saß auch Landrat Gerhard Wägemann. Dieser hatte zu Beginn ein kurzes Grußwort gesprochen, in dem er die Arbeit von EHP-Leiter Professor Dr. Joachim Grzega und seinem Team lobte. Er hoffe, dass es mit dem EHP weitergehen werde, da diese Einrichtung ein wichtiger Baustein für die Bildungsregion Altmühlfranken und die Entwicklung des ländlichen Raumes sei.




Europa-Pub-Quiz diesmal im EHP

Das Europäische Haus Pappenheim (EHP) weist daraufhin, dass aufgrund von Umbau-Arbeiten im Pappenheimer Irish Pub der Europa-Quiz-Abend am 29. März, 19 bis 21 Uhr, diesmal im oberen EHP-Saal stattfindet. Quizleiter Joachim Grzega wird dabei wie gewohnt vor allem solche europabezogenen Fragen stellen, die man nach übergreifenden Prinzipien beantworten kann, statt mit Detailwissen. Die Fragen werden aus den Bereichen Geschichte, Erdkunde, Musik und Kunst, Alltagskultur, Politik und Regionales stammen. Es können Teams von maximal 4 Personen mitmachen. Der Einsatz beträgt 3 EUR. Das Gewinnerteam erhält die Hälfte aller Einsätze.




Europa-Abgeordnete Maria Noichl kommt ins EHP

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März finden im ganzen Monat an verschiedenen Orten einschlägige Veranstaltungen statt. Auch das Europäische Haus Pappenheim (EHP) leistet hier einen Beitrag und hat dafür ein weiteres Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) gewinnen können. Am Donnerstag, 26. März von 19:00 bis 20:30 Uhr wird Maria Noichl im EHP sprechen.
Die Rosenheimerin sitzt seit letztem Jahr im EU-Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter. Bereits seit 1991 engagiert sie sich in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen. Das Motto des diesjährigen Frauentags ist “Mädchen und Frauen durch Bildung ermächtigen”. Dazu sagt Maria Noichl, die als Fachlehrerin für Ernährung und Gestaltung bereits an verschiedenen Schularten tätig war: “Zwar ist der Zugang für Mädchen und Jungen zu Schulbildung gleichermaßen geregelt, dennoch werden sie nicht immer gleich behandelt. Viele Schulbücher vermitteln gewisse Geschlechterrollen und Stereotype, die Mädchen und Jungen in ihrer Entfaltung einschränken.” Maria Noichl ist seit Mai letzten Jahres im EU-Parlament und in mehreren EU-Gremien tätig. Zuvor war sie schon 12 Jahre Stadträtin und 5 Jahre Mitglied des bayerischen Landtags. Seit 2003 ist sie Unterbezirks-Vorsitzende der SPD Rosenheim-Stadt. Die EHP-Veranstaltung mit Frau Noichl ist am 26. März, von 19.00h bis 20.30h. Der Eintritt ist frei; zur besseren Organisation wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten.




Europa-Abgeordneter Albert Deß kommt ins EHP

(EHP)Das Europäische Haus Pappenheim (EHP) setzt am 19. März um 18:30 Uhr seine Gesprächsreihe mit EU-Abgeordneten fort. Diesmal begrüßt das EHP den EU-Abgeordneten Albert Deß.
Der gebürtige Oberpfälzer ist seit 1963 politisch aktiv. Für die CSU sitzt er seit 1978 im Kreisrat Neumarkt, von 1990 bis 2004 war er Mitglied im Bundestag und seit 2004 gehört er dem Europaparlament an.

Nach dem Besuch der landwirtschaftlichen Fachschule war Deß von 1972 bis 1977 Geschäftsführer einer bäuerlichen Genossenschaft. Seit 1977 ist er im Vollerwerb als Landwirt tätig und seit 1979 auch landwirtschaftlicher Lehrmeister. Seit 1990 ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Milchwerke Regensburg und seit 1995 Vorstandsvorsitzender der Bayernland e.G.
Deß, seit 2009 Agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europaparlament legt den Schwerpunkt seiner politischen Arbeit auf die Landwirtschaft und damit verbundene Bereiche und hat im Landwirtschaftsausschuss eine zentrale Koordinierungsrolle.

Eines seiner Ziele ist, Innovation und Wachstum im ländlichen Raum zu stärken. Deshalb begrüßt er aktuell die Investitionsoffensive des Kommissionspräsidenten Juncker zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Diese Initiative soll auch dazu beitragen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft verbessert wird. „Wir benötigen zielgerichtete und effektive Investitionen für den ländlichen Raum, um wirtschaftliches Wachstum in Europas Regionen zu fördern. Dadurch werden neue  Arbeitsplätze geschaffen und die Landflucht reduziert“, erklärt Berichterstatter Albert Deß für EFSI im Agrarausschuss.

Themen des ländlichen Raums sind es, die ebenso das EHP immer wieder aufgreifen möchte. Viele fragen sich jedoch: “Wozu da die EU?” Albert Deß wird von seiner Arbeit im Ausschuss berichten und auf die Frage eingehen, welche Dinge europaweit und welche Dinge besser auf unteren Ebenen angegangen werden.

Der Eintritt ist frei; zur besseren Organisation wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten.




„A painters Click in India“

Mit einer Fotoausstellung beginnt der Kunst- & Kulturverein Pappenheim die Saison 2015 im Museum an der Stadtmühle. Die Ausstellung „A painters Click in India“ zeigt Fotografien des Malers Lexan Frye die während seiner Indienreise entstandenen sind.

Vernissage der FOTO-Ausstellung am Sonntag, den 15.03.2015 um 11:00 Uhr im Museum an der Stadtmühl, Klosterstraße, Pappenheim.

Thematisch interessierte sich Lexan Frye in erster Linie für das fotografische Erfassen der Menschen in alltäglichen Lebenssituationen. Um das zu erreichen, entstanden unzählige Schnappschüsse, von denen eine Auswahl in der Ausstellung zu sehen sind.

Der Titel der Ausstellung weist darauf hin, das Lexan Frye während der Suche nach spannenden Motiven immer auch Kriterien berücksichtigte, die ihm aus der Praxis der Malerei geläufig waren. Der Click seiner Kamera war stets begleitet von einem Blick für Komposition, Bildaufbau, der Suche nach interessanten Strukturen, dem Erfassen der Lichtverhältnisse und der Verteilung der Farben im jeweils ausgewählten Bildrechteck.

Viele der in der Ausstellung „A painters Click in India“ gezeigten Fotos sind in den Slums von Delhi entstanden und zeugen von der Schönheit, Spontanität und würdevollen Ausstrahlung der zum größten Teil in einfachsten Verhältnissen lebenden Menschen. Gerade die schwer zu findenden und für Außenstehende sperrig wirkenden Slums waren für Lexan Frye eine beeindruckende Fundgrube für visuelle Leckerbissen.




Das dunkle Geheimnis edler Modemarken

(Jürgen Porsch) Die Textilexpertin Dr. Gisela Burckhardt, wird am Freitag 13. März beim Kunst und Kulturverein über das dunkle Geheimnis edler Modemarken referieren. Die Buch- und Fernsehautorin wird über ihre Recherchen zu den Arbeitsplatzbedingungen in der Bekleidungsindustrie berichten.

Freitag,
13. März 2015 19:00 Uhr

im K14 Haus der Bürger, Klosterstraße 14 in 91788 Pappenheim

Eintritt frei – Spenden werden gerne angenommen

im K14 Haus der Bürger, Klosterstraße 14 in 91788 Pappenheim.

Eintritt frei – Spenden werden gerne angenommen

Dr. Gisela Burckhardt, Textilexpertin und Vorstandsvorsitzende von FEMNET, war viele Jahre als entwicklungspolitische Expertin im Auslandseinsatz in Nicaragua, Pakistan und Äthiopien, unter anderem für das Entwicklungsprogramm der UNO (UNDP) und für die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Seit fast 15 Jahren setzt sie sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit im Rahmen der Kampagne für ‚Saubere Kleidung‘ (CCC – Clean Clothes Campaigne) ein.
Ihr schockierendes Buch: Todschick – edle Labels, billige Mode – unmenschlich produziert,  steht heute Abend im Mittelpunkt des Vortrags:




EHP-Monatsprogramm für März 2015

Das Europäische Haus Pappenheim (EHP) gibt die Vorschau auf das Monatsprogramm März 2015 bekannt.

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Wie geht es weiter mit dem EHP

Die Frage ob und wie das Europäische Haus Pappenheim (EHP)weitergeführt wird, wurde in der jüngsten Sitzung des Pappenheimer Stadtrates vertagt. Im Vorlauf des Sachvortrags ereiferten sich die Fraktionsführer Walter Otters (FW) über die Formulierung der Sitzungseinladung und Alexius Lämmerer (BGL) über das Erscheinen eines Zeitungsberichtes über das EHP.

Natürlich hat es auch in der jüngsten Stadtratssitzung wieder richtig Zoff gegeben. Während die Neuordnung des Ochsenharter Klärsystems, die Heizungsanlage im Osterdorfer Dorfgemeinschaftshaus, die Informationen zur Stromnetzübernahme u.a. reibungslos abgewickelt werden konnten, flogen in Sachen des Pappenheimer Europäischen Hauses so richtig die Fetzen.

Begonnen hat es damit, dass Stadtrat und FW-Fraktionsvorsitzender Walter Otters die Formulierung „Entscheidung über die Fortführung oder Beendigung des Projektes“ überhaupt nicht gefallen hat. „Hier schürt man durch eine Formulierung Stimmung, die wir so nicht brauchen können“, bemängelte Otters und beteuerte: „Es war zu keinem Zeitpunkt die Rede davon, das EHP zuzumachen.“ Auch Bürgermeister Sinn erkannte schließlich, dass die Formulierung unglücklich sei. Und dass die Formulierung „Wie geht es weiter mit dem EHP“ besser gewesen wäre.

Scharfe Angriffe musste sich EHP-Leiter Dr. Joachim Grzega aus Richtung des BGL-Fraktionsführers Alexius Lämmerer anhören. Dieser nämlich ereiferte sich in hohem Maße über einen Artikel des Weißenburger Tagblatts über das EHP und das Wirken des EHP-Leiters, der am gleichen Tag erschienen war. „Das hat mich umgehauen“, donnerte Lämmerer in Richtung des EHP-Leiters. „So, wie der Presseartikel abgefasst ist, ist das eine Selbstbeweihräucherung wie ich es noch nie erlebt habe“, fuhr Lämmerer fort. Das war dann Markus Steiner, dem in der Sitzung anwesenden Verfasser des Artikels doch zu viel. „Den Artikel habe ich geschrieben, nicht der Herr Gzega“, mischte er sich in die Ausführungen Lämmerers ein und erlaubte sich auch an die Existenz von Demokratie und Pressefreiheit zu erinnern..
„Man muss die Sache darstellen dürfen“, meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Gerhard Gronauer, der diese Kritik an dem Presseartikel nicht nachvollziehen konnte.

Nach diesem Auftakt zu einem Thema, zu dem wohl die Mehrzahl der rund 50 Zuhörer sachliche Erörterungen erwartet hatten, kam dann der sichtlich angeschlagene EHP-Leiter doch noch dazu seine Ausführungen zu machen.

Die Marke EHP
Professor Dr. Joachim Grzega ist seit zweieihalb Jahren Leiter des EHP, einer Einrichtung zur Erwachsenenbildung. Diese die Pflichtaufgabe von Gemeinden und für Dr. Grzega ist – wie er beteuert – der bisherige Aufbau des EHP ein wichtiges Stück Lebenswerk geworden. Von vornherein sei mit einem besonderen Profil, das auf den Säulen Politik, Kultur und Sprachen steht, die Marke EHP geschaffen worden. Das habe dazu geführt, dass die Einrichtung in kurzer Zeit schon beachtlichen Zuspruch erhalten habe, was sich in rund 1.500 Kurs- und Veranstaltungsteilnehmern ausdrückt welche das EHP seit Dezember 2012 zu verzeichnen hat. Diese kommen aus ganz Bayern, anderen Bundesländern und auch aus dem Ausland. Dabei gibt es nach Grzegas Worten viele Wiederholungsbesucher, was – so Grzega – einen hohen Zufriedenheitsgrad ausdrücke. „Wir haben nicht alles Mögliche gemacht, sondern uns auf möglichst wenige, aber einzigartige Veranstaltungsinhalte konzentriert“, führte Gzega aus.
Man behandle im EHP die Inhalte echt europäisch, und vermittle wissenschaftliche Beobachtungen einfach, lehrreich und unterhaltsam. „Wir haben europaweit einzigartige effiziente Konzepte für den Sprachanfangsunterricht“, stellt Grzega fest. Es sei von einem hervorragenden Wert, dass die Angebote des EHP in überregionalen Medien wie in der Süddeutschen Zeitung, dem Bayerischen Rundfunk und dem rbb in großen Beiträgen veröffentlicht wurden.

Mit Stolz weist Grzega darauf hin, dass beim Aufbau und Betrieb des EHP mit unter 80.000 Euro nur etwa ein Drittel der veranschlagten Kosten notwendig waren als ursprünglich veranschlagt. Dies liege hauptsächlich daran, dass viele Mitarbeiter ehrenamtliche Arbeit leisten und hochkarätige Dozenten auf einen Teil Ihrer Gage verzichtet haben.

Wie könnte es weitergehen?
Hierbei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass sich die Stadt Pappenheim beim Bau des EHP verpflichtet hat die Räume 12 Jahre als innovative Europa-Bildungsstätte für Politik, Kulturen und Sprachen zu nutzen und die Aufbau-Arbeit mit einer langfristigen Ausrichtung zu versehen. Bisher wurden 50 % der Personalkosten aus Fördermitteln geleistet, die aber im Oktober 2015 wegfallen. Danach sind die Personalkosten bei denen man momentan von jährlich rund 70.000 Euro spricht von der Stadt Pappenheim alleine zu tragen

Grzega schlug bei seinen Ausführungen gleich mehrere mögliche Varianten einer Weiterführung in veränderter Form vor. Als wenig Vorteil beschrieb und begründete der EHP-Leite die Form eines Vereins und die einer gemeinnützigen GmbH.

Viel eher könne er sich das EHP als Regiebetrieb der Stadt Pappenheim, regionale Arbeitsgemeinschaft oder Zweckverband vorstellen, wobei Grzega davon ausgeht, dass sich das EHP nach sieben Jahren selbst tragen könnte.

„Das hört sich positiv an“ stellte Fraktionsvorsitzender Otters fest, der auch gleich fragte, inwieweit sich Grzega auf die Übernahme eines wirtschaftlichen Risikos einlassen würde. Dieser stellte aber gleich fest, dass er dazu nicht bereit ist. (Ich werde kein Gesellschafter werden). Daraufhin machte Otters deutlich, dass er das EHP nicht ständig in der städtischen Verantwortung haben möchte.
„Wir jammern immer, dass wir eine sterbende Stadt sind“, führte Stadtrat Kreisl aus. „Deshalb müssen wir auch einen Beitrag für unsere kulturelle Bereicherung leisten“. Ebenso argumentierte Stadträtin Christa Seuberth, die darauf verwies , dass das EHP Leute von außen nach Pappenheim bringe. „wir können stolz darauf sein, dass wir das EHP und Dr. Grzega haben“, so Christa Seuberth..

Nach weiteren Beratungen in den Fraktionen wird es wohl den nächsten Akt in Sachen EHP voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Stadtrates gegeben.

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In Kölle viel „Pappenheim alaaf“

150217_karneval-04Mit vier Auftritten bei den Kölner Karnevalszügen hat die Stadtkapelle Pappenheim als musikalischer Botschafter unserer Stadt den Kölner Jecken viel Freude bereitet. Jetzt sind alle wieder wohlbehalten und rechtschaffen müde wieder im Frankenland angekommen.

Man braucht Durchhaltevermögen, will man das Programm der Stadtkapelle Pappenheim am Faschingswochenende, den Kölner Fastelovend durchhalten. Schon am frühen Morgen startet der voll besetzte Bus mit 38 Musikerinnen und Musikern, bei denen sich neben den „Stammspielern“ der Pappenheimer Stadtkapelle auch Musikanten von Kapellen aus Ellingen, Langenaltheim; Nennslingen, Pfraunfeld, Treuchtlingen und Weißenburg befanden.

Schon beim ersten Karnevalszug im Kölner Stadtteil Weiß wird deutlich, dass man sich in einer völlig anderen Welt befindet die von Fröhlichkeit, Zuneigung und Toleranz geprägt ist. Drei Stunden sind die Pappenheimer Musiker in dem Karnevalszug unterwegs, bevor es zum Abendessen ins Quartier geht. 150217_karneval-05Verstärkt wird das Kölner Karnevalsfieber dann nach einer kurzen Ruhephase und dann bei einer gemeinsamen Ausfahrt in die Kölner Innenstadt, wo rund um den Dom Partystimmung ist. Die Feier selbst findet für die Pappenheimer Delegation in einem Kellergewölbe statt, wo der eine oder andere „Kölschkranz“ herangeschafft wird. Alles steht, kaum einer sitzt und es ist unmöglich sich der speziell Kölner Karnevalsstimmung zu entziehen. Immer wieder schlängelt sich ein Gaudiwurm zu Kölscher Karnevalsliedern, die das textsichere Publikum alle mitsingt, durchs Lokal. Es wird getanzt und geschunkelt..

Am nächsten Morgen ist ein anstrengender Sonntag. Denn die Stadtkapelle hat gleich zwei Umzüge zu spielen.

Von 11:00 bis 14:30 Uhr sind sie beim Karnevalszug in Köln-Sürth unterwegs, bevor es im Eiltempo mit dem Bus nach Köln-Rodenkirchen zum nächsten Auftritt geht. 150217_karneval-03Kurz vor Zugbeginn kommt der Bus an und muss dann mit Polizeieskorte durch die von mehrenden zehntausend Menschen bevölkerte, etwa 5 km lange Zugstrecke zu seinem Abstellort gebracht werden. Die schmissige Musik der Pappenheime Stadtkapelle kommt bei den Kölnern gut an, zumal für die Auftritte in der Karnevalshochburg viele spezielle Karnevalslieder gespielt werden, zu denen die Zuschauer, tanzen und jubeln.

Nur die ganz harten, oder diejenigen, die tags zuvor nicht in der Innenstadt waren, treffen sich – natürlich wieder ausreichend kostümiert – am Abend zur Abfahrt in das Zentrum des Karnevals. Allerding ist am Montag eine Ruhephase bis 13:00 Uhr eingeplant, die einige zur Regeneration, andere für einen Spaziergang in der frühlingshaften Sonne am Rhein nutzen.

Das große Finale ist schließlich in Köln-Rondorf, wo der Umzug von 14:00 bis 17:00 dauert. Gleich nach dem Verladen der Instrumente machte es eine reibungslose Rückfahrt möglich, dass die Gruppe schon vor Mitternacht wieder zuhause ankam.

Anstrengende Tage waren das für alle und sicherlich haben auch die frühlingshaften Temperaturen und der herrliche Sonnenschein dazu beigetragen, dass trotz aller Anstrengung eine überaus positive Erinnerung an drei anstrengenden Tage in Köln bleibt.

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