Ehrenmitglieder beim Heimat- und Geschichtsverein

Bei der Jahreshauptversammlung des Heimat und Geschichtsvereins Pappenheim & Ortsteile e.V. wurden jetzt Ihre Erlaucht Gräfin Ursula zu Pappenheim und Ehrenbürger Hans Navratil zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Verein stellte neben einer Rückschau auch die Planungen für das Jahresprogramm 2016 vor.

Mit einem Neujahrsempfang im ganz neu eingeweihten evangelischen Gemeindezentrum hat der Heimat- und Geschichtsverein das abgelaufene Vereinsjahr 2015 begonnen. Im Laufe des Jahres konnte die Vereinsvorsitzende Renate Prusakow zahlreiche Ausstellungen im Museumsfenster des Straßenmuseums Pappenheims eröffnen. Dafür bedankte sie sich ganz herzlich bei Erika Lenk, die sowohl die Geschäftsräume ihres ehemaligen Schuhgeschäfts und vor allem das Schaufenster als ständig geöffnetes Museum zur Verfügung stellt. Erika Lenk ist es auch, die zu den verschiedenen historischen Themen die Dekoration der Exponate übernimmt.

Im Juni unternahm der Verein bei außerordentlich großer Hitze einen Ausflug nach Schwabach um dort an der Eröffnung des jüdischen Museums teilzunehmen.

Zum Jahresende 2015 brachte der Verein einen Kalender mit historischen Aufnahmen der Pappenheimer Innenstadt mit Bildbeschreibungen von Hans Navratil heraus, der viel Anklang gefunden hat.

160313_hv_kipfmBereits zwei historische Stammtische gab es schon im Jahr 2016, wobei in der ersten Stammtischrunde das ehemalige Leinweberhaus als neues Pappenheimer Cafehaus „Kaffee und Kunst“ von Hans Navratil vorgestellt wurde. Hans-Peter Kipfmüller, der Großneffe der berühmten Pappenheimer Frauenrechtlerin Dr. Dr. Bertha Kipfmüller höchst persönlich hat beim Historischen Stammtisch am 27. Februar über seine Publikationen zu seiner berühmten Großtante gesprochen. Genau am 155. Geburtstag der großen Pappenheimerin konnte die Gedenktafel am Haus enthüllt werden. Dass dies von einem Verwandten geschehen konnte, war ein ganz besonderes Ereignis für den Verein. Für die Erstellung der Tafel bedankte sich Renate Prusakow ganz besonders bei Herrn Klaus Modl.

Bei der Versammlung ernannte die Mitgliederversammlung Ihre Erlaucht Gräfin Ursula zu Pappenheim und Ehrenbürger Hans Navratil zu Ehrenmitgliedern des Vereins. Ihnen dankte die Vereinsvorsitzende für ihr vielfältiges Engagement für den Heimat- und Geschichtsverein und überreichte ihnen eine Urkunde.

Die weiteren Aktivitäten des Vereins werden zum 90. Geburtstag Ihrer Erlaucht Gräfin Ursula zu Pappenheim am 9. April 2016zutage treten. Hier ist ein Festzug durch die Stadt zur Turnhalle auf der Lach geplant. Nach den bisherigen Planungen das Pappeneimer Regiment, die Stadtkapelle Pappenheim, die Musikgesellschaft Bellenberg sowie Abordnungen Bellenberg, aus Gräfenthal und Lützen, der Stadtrat und Abordnungen der Grafendörfer

Nach der Gratulation soll es auf dem Marktplatz zu Ehren der Jubilarin (bei schlechtem Wetter im evangelischen Gemeindehaus) ein Standkonzert der Musikgesellschaft Bellenberg und

der Pappenheimer Stadtkapelle und dem Pappenheimer Regiment geben.

Schon am darauffolgenden Sonntag 10. April kommt der Shantychor Cuxhaven von der Waterkant ins Frankenland, um zusammen mit der Feuerwehrkapelle Langenaltheim um 19:00 Uhr ein Konzert in der Mehrzweckhalle in Langenaltheim zu geben. Die Schirmherrschaft für dieses Konzert hat die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm übernommen und auch ihr Kommen zugesagt.

Montag, 11.04. um 11.00 Uhr wird 1. Bürgermeister Uwe Sinn und Landtagsabgeordneter Manuel Westphal auf dem Pappenheimer Marktplatz einen öffentlichen Stadtempfang für die Gäste geben. Dabei sollen natürlich auch Lieder von der Nordsee und aus dem Frankenland erklingen und kulinarisch werden den Gästen Krabben- und Matjessemmeln angeboten.

Eine Feierabendandacht mit Pfarrer Schleicher ist um 18:00 Uhr in der Weidenkirche geplant, die mit einem Freundschaftsabend im Hotel Sonne fortgesetzt wird.

„Daran erkenn ich meine Pappenheimer“ wird die Ausstellung heißen, die der Heimat- und Geschichtsverein am 1. Mai 2016 im Museum an der Stadtmühle eröffnen will. Mit freundlicher Unterstützung des Museum im Schloss Lützen werden die Exponate der dortigen „Pappenheimausstellung“ nun auch in Pappenheim zu sehen sein.

Die zentrale Ausstellung im Straßenmuseum Pappenheim wird eine Ausstellung der Privilegierten Schützengesellschaft Pappenheim 1491 e.V. sein, die in diesem Jahr ihr 525jähriges Bestehen feiert. Verbunden wird dieses Jubiläum mit dem 73. Gauschießen des Weißenburger Schützengaus, das am 16. April eröffnet wird.




Von der Waterkant ins Frankenland

Einen ganz besonderen musikalischen Abend wird es am Sonntag, 10.April in der Langenaltheimer Mehrzweckhalle geben. Unter dem Motto von der Waterkant ins Frankenland hat der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim & Ortsteile e.V. die zweite Auflage eines Gemeinschaftskonzerts mit dem Shantychor Cuxhaven und der Feuerwehrkapelle Langenaltheim organisiert. Als Schirmherrin des Konzerts hat  die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm ihr Kommen zugesagt.
Kartenvorverkauf in der Tourist Information Pappenheim und bei der Gemeindeverwaltung Langenaltheim.

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Ein Blick in die Hausgeschichte

Bis auf den letzten Platz besetzt war das neue Pappenheimer Kaffeehaus „Kunst und Kaffee“, als kürzlich Ehrenbürger und Archivar Hans Navratil über die die Geschichte des Hauses erzählte. Zu der historischen Feierstunde in dem vormaligen Geschäftshaus zweier Schuhmachergenerationen der Familie Leinweber war auch der Enkel Gerd des Geschäftsgründers Ewald Leinweber sen. mit Frau Simone und Mutter Sieglinde Leinweber gekommen. Bürgermeister Uwe Sinn lobte die Neueröffnung des neuen Lokals als ein Stück Stadtentwicklung.

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Fotos: Adamina Mulder

 

Über ein volles Haus freuten sich die Eigentümer Marita und Uwe Stiebling ebenso wie Renate Prusakow, die 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins. Letztere hatte zu einem Historischen Stammtisch eingeladen um von Hans Navratil die Geschichte des Hauses beleuchten zu lassen. Doch vorher begrüßte auch Bürgermeister Uwe Sinn die Gäste. Er hatte zugunsten des historischen Stammtisches einen Nachfolgetermin gekürzt. Er bedankte sich bei Marita und Uwe Stiebling dass sie in Pappenheim investiert und damit auch ein Stück zur Entwicklung der Stadt beigetragen haben.

Die Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins begrüßte ganz besonders die Familie Leinweber. Diese war durch Gerd Leinweber den Enkel des Geschäftsgründers und seine Frau Simone, sowie seiner Mutter Sieglinde Leinweber vertreten. Auch Renate Prusakow verstand es von dem damaligen Pappenheimer Schuhgeschäft einen Bogen in die Gegenwart zu spannen. Dabei zitierte sie aus einen Informationsblatt, das auf die Eröffnung des Schuhgeschäftes Ewald Leinweber am 14. November 1952 hinweist. Dort steht zu lesen: „Mein Grundsatz ist: reelle Bedienung, angemessene Preise und einwandfreie Leistung.“ Das treffe auch heute noch für die Pappenhemer Geschäfte zu.“

Hans Navratil konnte berichten, dass das das Haus in seinem Bestand um 1500 erstmals in den Büchern Erwähnung findet. Zunächst übten in diesem Haus, weil unmittelbar an der Altmühl gelegen die Gerber und Metzger ihr Handwerk aus. Der Rotgerber Georg Lay war in den frühen Jahren des Dreißigjährigen Krieges der von 1623 bis 1632 der letzte Nutzer des Hauses bevor es offenbar Opfer der Kriegshandlungen um die Pappenheimer Burg wurde. Auf der Wandkarte von 1664 ist an der Stelle des Hauses Ödland zu erkennen. Erst mehr als 20 Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges ist ein neu erbautes Haus des Schneiders Hanß Helm (1672 -1675) erwähnt. 160120_leinweber-03Nun wird das Geschäftshaus von Schneidern, Sattlern und Rotgebern bewohnt, bevor es gute 50 Jahre später im Jahr 1727 der Bäcker Johann, Simon Zehe kauft. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts sind nun Bäcker und Melber (Mehlhändler) in dem Haus dokumentiert.
Ab dem Jahr 1858 hat der Gürtlermeister Christian Albert Kipfmüller zusammen mit seiner Frau Christina Sabina eine Gürtler- und Goldschmiedewerkstatt in dem Haus errichtet. Am 28. Februar 1861 wurden sie Eltern der späteren Pappenheimer Ehrenbürgerin und der ersten promovierten Frau Deutschlands, Dr. Dr. Bertha Kipfmüller. Diese hat in diesem Haus ihre Kindheit verbracht und weiß in ihrer Biografie über viele Pappenheimer Kindheitserinnerungen zu erzählen. (Nachzulesen in ihrem Buch „Nimmer sich beugen“ erschienen 2013 im Mattes Verlag Heidelberg ISBN 978-3-86809-066-6).
Bevor das Haus von Schuhmachermeister Ewald Leinweber sen. erworben wurde, war Pauline Bissinger, die Schwester von Dr. Dr. Bertha Kipfmüller die letzte Eigentümerin des Hauses.
Am 14. November 1952 eröffnete Ewald Leinweber ein Schuhfachgeschäft.Im Jahre 2005 kaufte die Familie Stiebling das Gebäude und baute es zu einem Kafeehaus mit Ferienwohnung um.

Am Ende seines Vortrages bedankte sich Renate Prusakow bei Hans Navratil mit einen Einkaufsgutschein für den EDEKA Markt Pfaller und die Eigentümer des Hauses erhielten einen Wandkalender des Heimat- und Geschichtsvereins.




Ortsfamilienbuch für Pappenheim vorgestellt

Im Pappenheimer Rathaussaal wurde jetzt in einem festlichen Rahmen das Ortsfamilienbuch für Pappenheim vorgestellt. Mit dem Werk haben Pappenheimes Ehrenbürger und Archivar Hans Navratil und der renommierte Familienforscher Dr. Markus Ritzka das erste Ortsfamilienbuch Mittelfrankens geschaffen. Die beiden Bände enthalten Namen und Familiengeschichte Pappenheims seit dem 16. Jahrhundert. Filialleiterin der Sparkasse überreicht einen Scheck an die Autoren.

Gute Stimmung beim Festakt zur Vorstellung des Familienbuches
Gute Stimmung beim Festakt zur Vorstellung des Familienbuches

Über viele Ehrengäste konnten sich Pappenheims Ehrenbürger Hans Navratil und Familienforscher Dr. Markus Ritzka freuen. Ihnen und ihrem Werk zu Ehren waren die Gräfliche Familie von und zu Egloffstein, Dekan Wolfgang Popp und Bergpfarrer Stefan Schleicher, der Weißenburger Stadtarchivar Reiner Kammerl die Pappenheimer Archivare Stephan Reuthner und Peter Prusakow, die Landratstellvertreter Robert Westphal und Peter Krauß, Altbürgermeister Josef Nachtmann, die Vertreter der Banken und Stadträte aller Stadtratsfraktionen in den historischen Rathaussaal nach Pappenheim gekommen.

In seiner Rede würdigte Bürgermeister Uwe Sinn das Wirken des Ehrenbürgers Hans Navratil, der als Archivar vor mehr als 40 Jahren begonnen habe Ordnung in das Pappenheimer Stadtarchiv zu bringen. Seit der Zeit forschte Hans Navratil auch in den verschiedensten Archiven um Namen und Zusammenhänge für das nun präsentierte Ortsfamilienbuch für Pappenheim zu sammeln. „Mit diesem Werk krönt unser Ehrenbürger Hans Navratil seine Lebensleistung als Archivar der Stadt Pappenheim.“, stellte Sinn fest. Allerdings sei der 93-jährige Ehrenbürger damit noch lange nicht am Ende seiner Schaffenskraft. Denn derzeit arbeite er an weiteren Projekten, wie der Fortsetzung der Fleischmannchronik und weiteren Ortsfamilienbüchern für einige Pappenheimer Grafendörfer. „Das war aber ein langer Applaus, das tut richtig gut“, freute sich Hans Navratil über den tatsächlich lange anhaltenden Applaus nach Sinns Laudatio.

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Begleitausstellung im Straßenmuseum

Das Straßenmuseum Pappenheim bietet im Museumsfenster Graf-Carl-Straße 17 eine Begleitausstellung zur Buchvorstellung an. Die Ausstellung wird unter dem Thema „Hans Navratil- unser Archivar wie immer kostenlos und rund um die Uhr gezeigt.

Dr. Markus Ritzka, der als ehrenamtlicher Heimat- und Familienforscher in fast allen Archiven der schwäbischen und fränkischen Regionen zu Hause ist, hat Hans Navratil vor einigen Jahren in Pappenheim kennen gelernt. Vor vier Jahren haben sie ihr Projekt in Pappenheim bei einer Tagung der nordschwäbischen und mittelfränkischen Ahnenforscher vorgestellt. Dabei wurden die beiden „durchaus kritisch beäugt“, schmunzelt Dr. Ritzka bei seinem Vortrag. „Nun aber kann Pappenheim – soweit uns bekannt – als erste mittelfränkische Stadt auf eine Veröffentlichung zurückgreifen, die sich bemüht hat, die Quellen sorgfältig auszuwerten und die Familien der Stadt darzustellen.

Als Quellen bei der Recherche und Namenssammlung dienten in erster Linie die Kirchenbücher der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde, die um 1620 beginnen. Die zusammengetragenen Erkenntnisse finden sich nun im Pappenheimer Familienbuch wieder. Sie zeichnen nicht nur Namen und deren Daten wie Geburt, Heirat und Tod auf sondern zeigen, soweit recherchierbar auch die Herkunft der Personen und Familien und Namen aus dem familiären Umfeld auf.

151029_familienbuch-02Man habe sich entschlossen – so Dr. Ritzka – das Pappenheimer Ortsfamilien Buch zum Selbstkostenpreis in einer Kleinauflage herauszugeben. Bei den beiden Bänden mit insgesamt über 1100 Seiten wird neben den wertvollen Familienrecherchen der Pappenheimer Bürger vom 16. Jahrhundert bis etwa zum Jahr 1920 auch die Familienstruktur des Gräflichen Hauses Pappenheim mit neuen Erkenntnissen dargestellt. Der Inhalt wird über ein umfassendes Namens- Berufs- und Ortsregister erschlossen und spiegelt auch eine Arbeitsleistung von etwa 10.000 Stunden wieder. Interessierten wird mit dem Ortsfamilienbuch Pappenheim ein Stück Stadtgeschichte nähergebracht und gewährt Einblicke in die Lebensverhältnisse vergangener Zeitläufe.

Die beiden Bände können zum Preis von 40,- Euro erstanden werden.

Für eine Überraschung sorgte am Ende der Feierstunde Stefanie Mehringer, die Filialleiterin der Sparkasse Pappenheim. Mit einem Scheck brachte sie die Wertschätzung für die geleistete Arbeit rund um das Pappenheimer Familienbuch zum Ausdruck, worüber sich Hans Navratil und Dr. Markus Ritzka sich natürlich besonders freuten. Überhaupt zeigte sich Dr. Ritzka, der schon viele Ortsfamilienbücher vorgestellt hat beeindruckt von dem würdigen und festlichen Rahmen, in dem das Werk vorgestellt werden konnte.

Gute Stimmung beim Festakt zur Vorstellung des Familienbuches
Gute Stimmung beim Festakt zur Vorstellung des Familienbuches

 




Damals in Pappenheim- HGV präsentiert Kalender 2016

150925_kalender-01Der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. hat jetzt im Straßenmuseum Pappenheim einen Bildkalender für das Jahr 2016 vorgestellt. Der Kalender zeigt alte Häuser in der Pappenheimer Innenstadt, die den Wandel in Pappenheim zum Ausdruck bringen soll. Fotos können herausgetrennt und als Postkarten versandt werden.

„Mit der Umgestaltung des Wieserhauses, den Abbruch des Hübneranwesens, die anstehenden Neugestaltungen im Bereich des Lämmermann- und des Schinnererhauses wird in Pappenheim ein fortschreitender Wandel erkennbar. 150925_kalender-03Das bahnbrechende Neubauprojekt des „Hotels Zur Sonne“ erzeugt Aufbruchsstimmung bei vielen Bürgern unserer Stadt„ sagte die Vereinsvorsitzende Renate Prusakow, bei der Feierstunde zur Vorstellung des Kalenders. Um deutlich zu machen, dass es einen Wandel in der Pappenheimer Innenstadt schon früher gegeben hat, habe der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. einen Bildkalender aufgelegt, durch den das Bewusstsein des ständigen Wandels auch in Pappenheim Einzug halten soll.

„Damals in Pappenheim – Häuser unserer Stadt“, ist das Thema des Kalenders 2016. Auf der Titelseite befindet sich ein Übersichtsfoto der Deisingerstraße, das von Marschall Gottfried Heinrich von Pappenheim – dem Symbol des Heimat- und Geschichtsvereins überragt wird. Marschall Gottfried Heinrich war es, dem Pappenheim das Schillerzitat „daran erkenn´ ich meine Pappenheimer“ zu verdanken hat, das dem Namen Pappenheim den Stempel von Treue und Zuverlässigkeit aufdrückte. 150925_kalender-06Zu jedem Foto gibt es einen Text von Hans Navratil in dem das gezeigte Haus kurz beschrieben wird. Die Fotos können herausgetrennt und als Postkarte versandt, oder in einem Album gesammelt werden. Im Kalendarium sind die wichtigsten feststehenden Pappenheimer Termine, wie Kirchweihen und Märkte eingetragen. Die Gestaltung und Umsetzung des Kalenders wurde von der Werbeagentur Weißlein übernommen.
Wie Renate Prusakow betonte, ist dieser Kalender ein weiterer Beitrag zur lebendigen Geschichte in Pappenheim und wird in einer limitierten Auflage von 200 Stück aufgelegt.

Der Kalender des Heimat- und Geschichtsvereins ist zum Preis von 14,50 € im Straßenmuseum Pappenheim, in der Tourist-Information und bei Schreibwaren Windisch zu erhalten.

Über zahlreiche Gäste konnte sich das Straßenmuseum Pappenheim bei der Feierstunde zur Vorstellung des Kalenders freuen. Unter ihnen waren auch Gräfin Ursula zu Pappenheim, Ehrenbürger Hans Navratil, Altbürgermeister Josef Nachtmann, Bürgermeister Uwe Sinn, Stadtrat Herbert Halbmeyer, Schulleiter Erwin Koch, CSU-Ortsverbandsvorsitzender 150925_kalender-08Markus Wurm, sowie Geschäftsleute aus der Deisingerstraße und Vereinsvertreter. Besonders begrüßt wurden auch Gäste aus der französischen Partnerstadt Coussac Bonneval, die von Bürgermeister Sinn die ersten beiden Kalender überreicht bekamen.

In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Uwe Sinn den Kalender als ein sehr gelungenes geschichtliches Zeitdokument der Pappenheimer Innenstadt. Er freue sich über das ehrenamtliche Engagement in Pappenheim und sprach kurz über den bevorstehenden Wandel, der dann auch den Abbruch des Lämmermannhauses und des Schinnereranwesens vorsehe. Der große Mut und die immense Investition des Hotels Sonne mit dem Neubau anstelle der Metzgerei Hübner gebe vielen Bürgern das Gefühl, dass es in Pappenheim voran geht und die Lebensqualität unserer Stadt sich verbessert.




Tag des offenen Denkmals in Pappenheim

grasmahlsaal-02Am Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr deutschlandweit am Sonntag, 13. September 2015 stattfindet, wird in Pappenheim der Grasmahlsaal im Pfarrstadel des evangelischen Gemeindehauses (Pappenheim. Graf-Carl-Str. 1) zu besichtigen sein. Von 13:00 bis 17:00 Uhr werden Archivar und Ehrenbürger Hans Navratil sowie Lektor Rolf Kieslinger das historische Kleinod Pappenheims erläutern, das seine geschichtlichen Wurzeln schon im Mittelalter hat.

Zur Geschichte des Grasmahlsaals hat Stadtarchivar Hans Navratil nachfolgenden Beitrag verfasst.

Pfarrstadel und „Grasmahlsaal“
von Hans Navratil

Der sogenannte Pfarrstadel ist ein an das Dekanatshaus angebautes Gebäude, das schon 1591 aktenkundig wird. Als Marschall Christoph Ulrichdas ganze Anwesen an den Stadtvogt Johann Moll verkauft, wird es bezeichnet „als daran liegender und dazugehöriger neuer Bau“. Vielleicht hat der Marschall mit diesem Anbau seine Wohnung vergrößert, denn der oberste Raum ist mit Wandmalereien versehen und hat bestimmt früher als Wohnraum gedient.

Als 60 Jahre später Haus und Stadel in der Hände der Pfarrpfründestiftung gelangten, diente der untere Teil des Anbaus als Zehentstadel und der oberste Stock als „Grasmahlsaal“. Mit diesem Ram hatte es folgende Bewandtnis:

Der jeweilige Pfarrherr hatte im Laufe des Jahres Einnahmen verschiedenster Art. Aber einmal im Jahr hatte er die Pflicht, seine Gültbauern zu bewirten. Dies geschah früher, als der der Pfarrrherr noch im Dechantshof bei St. Gallen wohnte, am Tage Himmelfahrt auf seiner Wiese neben dem Haus (jetzt zum Friedhof gehörig). Nach glaubwürdigen Berichten soll es da Kalb- und Lammfleisch, Hühner, Fische, Krebse, Kapaune, Eier und anderes, dazu Brot, Kraut und Brühe gegeben haben. Es war das Grasmahl am Auffahrtstag, eben das Mahl auf der Wiese im Grase.

Als der Pfarrherr in die Stadt, in das neue Pfründehaus zog, entfiel das Fest draußen, unter den schattigen Obstbäumen und wurde in den Garten bzw. Stadel des Dekanatshauses verlegt. Seither heißt der oberste Raum mit der schönen Wandmalerei „Grasmahdsaal“ oder „Grasmahlsaal“.

In späteren Jahren ist das Grasmahl auf den Kirchweihtag verlegt worden. Der Mesner Zuttel schreibt 1704 in seiner Chronik: „Nun sei Gott hunderttausend Mal Lob und Dank gesages, dass wir eine Kirchweih erlebet haben … Da hab ich diesmal meine Gültbauern zur Kirbei geladen weiln vergangenes Jahr darhinden geblieben, ihre Mahlzeit.“ (Durch die Kriegswirren beim Einfall der Franzosen wurden 1703 keine Feste abgehalten.)

In den Jahren 1958 und 1963 wurde der Pfarrstadel ausgebaut. Die neuen Räume dienen als Gemeindehaus. Auch der „Grasmahlsaal“ erhielt eine gründliche Renovierung manche halten ihen für einen den schönsten Räume in Pappenheim.

 




Museumsfenster präsentiert Panoramaweg

Im Straßenmuseum Pappenheim wird jetzt eine Ausstellung anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Altmühltal Panoramawegs präsentiert. 150522_stramu-panorama-01Zur Ausstellungseröffnung waren Bürgermeister Sinn und der CSU Ortsverbandsvorsitzende Marcus Wurm gekommen, die das Straßenmuseum einmal mehr als einen Aktivposten im Pappenheimer Stadtbild lobten. Und auch ein Klassentreffen der Schuljahrgänge 1946/47 war zu der kleinen Feierstunde in das Straßenmuseum gekommen. Insbesondere Erika Lenk ist es zu verdanken, dass die Ausstellung im Museumsfenster eine sehr ansprechende Begleitung zum Jubiläum wurde. Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai an allen Tagen rund um die Uhr im Museumsfenster Graf-Carl-Straße 17 zu betrachten. Danach wird im Straßenmuseum die Vereinigung Allniederlandt präsentiert.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Altmühltal Panoramawegs wird der Bayerische Rundfunk am Freitag, 29.05.2015 von 12:05 Uhr bis 13:00 Uhr live vom Marktplatz in Pappenheim senden.

[Unseren Artikel finden Sie hier … ]
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Ein Fest für alle Sinne

Ein Fest für alle Sinne

Erneut hat sich die Tulipomania als ein Fest gezeigt bei dem mit Historie, Kunst und Handwerk, aber auch mit Genüssen für Gaumen und Seele an die erste Besiedelung der Bahnhofstraße gefeiert wurde. Das Pappenheimer Regiment aus Delitzsch und die Höchstadter Musketiere brachten einen Hauch von Mittelalter nach Pappenheim.

Schon in die Weidenkirche wurde Gräfin Ursula zu Pappenheim von Pappenheimer Regiment am Sonntagmorgen geleitet, wo vor der Markteröffnung der Festgottesdienst mit Ruhestandspfarrer Johannes Sperl gefeiert wurde. Beim Tulipomaniamarkt, der auf dem Gelände des EDEKA-Marktes Pfaller von der Nachbarschaftsgemeinschaft der Bahnhofstraße organisiert worden war, empfing die Stadtkapelle Pappenheim die Marktgäste nach dem Gottesdienst mit dem Pappenheimer Marsch. In seiner Eröffnungsrede begrüßte Bürgermeister Uwe Sinn ganz besonders Gräfin Ursula zu Pappenheim, die sich in einem Grußwort ihrerseits bei den Organisatoren für das Fest zu Ehren Ihres Ahnherrn bedankte. Das Tulipomaniafest sei Geschichte zum Anfassen lobte Bürgermeister Sinn das Engagement der Organisatoren für Heimat und Geschichte. Die gut 100 Gäste der Markteröffnung, unter denen sich auch viele Stadträte befanden, hörten auch die Grußworte von Gerhard Scheufler des zweiten Bürgermeisters der Stadt Gräfenthal und die Vorstellung der historischen Regimenter, die von Regimentshauptmann Frank Schade vorgestellt wurden. Eine besondere Ehre war es dem Pappenheimer Regiment, dass Gräfin Ursula zu Pappenheim ihre Regimentsfahne im Rahmen der Markteröffnung gesegnet hat. Dafür bedankten sich die Regimenter mit einem Ehrensalut für Gräfin Ursula zu Pappenheim. Schon am Nachmittag vor dem Marktsonntag waren die mittelalterlichen Regimenter mit Trommelschlag vom Festplatz zur Burg und von dort durch die Stadt zum Ehrenmal des Grafen Gottfried Heinrichs gegenüber dem alten Schoß gezogen. Damit haben wir – so hofften sie jedenfalls – die Pappenheimer für die Geschichte wachgetrommelt.

Viele Handwerker zeigten auf dem Markt ihre Kunst. So präsentierte Steinmetzmeister Michael Pappler ein restauriertes Epitaph aus dem Friedhof an der Galluskirche, das er aus 51 Bruchstücken auf einer Trägerplatte wieder zusammengesetzt hatte. Korbflechter für Weiden- und Spankörbe zeigten ihre Kunstfertigkeit, genauso wie ein junger Künstler, der an seiner Drechselmaschine arbeitete und die Altmühltaler Spinnerinnen an ihrem Spinnrad. Unter Anleitung konnten die Marktbesucher ihre eigenen Holzsägearbeiten herstellen. Viel Interesse erregten die Künstler Franz Burger und Renate Langlotz, die Tulpenbilder malten. Die vielen Besucher zeigten sich sehr interessiert, so mancher holte sich bei den beiden Künstlern Tipps für die eigenen Gemälde. Seine Werke präsentierte auch der Kunstmaler Gerd Quente aus Lützen und aus Zirndorf war Rudolf Lumm ganz spontan gekommen, um auf dem Markt seine Zeichenkunst zu präsentieren.

Schmuck und allerlei Kunst- und Gebrauchsgegenstände und wohlriechende Seifen wurden feilgeboten und auch Töpferwaren aus der Töpferwerkstatt der Pappenheimer Künstlerin Birgit van der Gang. Beim Stand der Firma Schleußinger gab es eine Präsentation von E-Bikes in den verschiedensten Ausführungen, die auch für kurze Testfahrten zur Verfügung gestellt wurden.

Für die Gaumenfreuden bot der Pappenheimer Stopselclub Speisen und Getränke aus der langjährig bewährten Grillhütte an. Mit türkischen Köstlichkeiten wurde der Markt rund um den Dönerstand der Familie Demir bereichert und auch die griechischen und italienischen Spezialitäten wurden von den Marktbesuchern gerne gekostet. Kaffe und Torten gab es im Cafe Wünsche. Ausverkauft war das gute Bauernhofeis der Familie Hüttinger schon lange vor Marktende.

In bewährter Manier führte Bruder Resignatius alias Dieter Schäfer durch das Programm, das auf der Bühne von der Stadtkapelle Pappenheim, dem Bläserensemble „Stahlblosn“ gestaltet wurde. Zu ihrem ersten Bühnenauftritt kamen die jungen Musikschüler der Musikschule Eggert.

Am Ende des Marktes zogen alle am Markt beteiligten Vieranten und Künstler ein positives Resümee und bescheinigten den Organisatoren ein ausgewogenes und stimmiges Marktkonzept, das seines Gleichen sucht. Auch die Veranstalter selbst waren mit dem Markt und dem Festverlauf zufrieden, wenngleich das Team aus vier Personen bei der der Organisation rund um das Fest schon in die Nähe der Belastungsgrenze vorgedrungen ist. Bedanken möchten sich die Veranstalter bei allen, die zum Gelingen der Tulipomania beigetragen haben. Allen voran bei Torsten Pfaller für die Bereitstellung des „Marktplatzes“, bei allen Vieranten, bei den Mitarbeitern des Bauhofes der Stadt Pappenheim, Jörg Schütz für die Tontechnik, Blumen Held, dem Evangelischen Bildungs-und Tagungszentrum, den Altmühltalwerkstätten und Pfarrer i. R. Johannes Sperl. Schon wegen ihrer weiten Anreise gebührt ein ganz besonderer Dank den historischen Regimentern aus Delitzsch und Höchstadt, der Abordnung aus der Stadt Gräfenthal und der Stadt Lützen und Hans-Peter Zuttel, der durch seine Vorfahren einen historischen Bezug nach Pappenheim hat und zur Tulipomania aus Zürich angereist ist. Eine Bereicherung der Tulipomania war auch das historische Schauspiel der Theatergruppe Pappenheim über das wir gesondert berichtet haben.




Lebendige Geschichte bei der Tulipomania

Auch bei der dritten Tulipomania gab es wieder mehrere Programmpunkte, die den historischen Bezug des Festes zum Grafen Friedrich Ferdinand und der heutigen Bahnhofstraße durch die Präsentation lebendiger Geschichte in vielen Formen deutlich machten. Das Schauspiel der Theatergruppe, der Aufmarsch des Pappenheimer Infanterieregiments mit Kürassieren aus Delitzsch und Höchstadt, eine Lehrstunde über die Medizin zu Zeiten des 30jährigen Krieges, begeisterten ein großes Publikum.

150412_tulip_theater-02Der Wohnraum in der Pappenheimer Innenstadt ist begrenzt, als man das Jahr 1772 schreibt. In dieser Zeit spielt das Bühnenstück aus der Feder von Anette und Bernhard Pappler, das den Pappenheimer Graf Friedrich Ferdinand und die erste Besiedelung der Pappenheimer Bahnhofstraße zum Thema hat. Bei der Vorführung kann man sich so richtig vorstellen, wie es damals gewesen sein könnte.
Der Maurer Hirsch hat vom Grafen Friedrich Ferdinand die Erlaubnis bekommen, sich außerhalb der Stadtmauern an der Monheimer Chaussee ein Häuschen zu bauen. Das Häuschen ist inzwischen fertig und recht schön geworden. Das führte zu heftigen Diskussionen unter den Handwerkerfrauen, die auf dem Marktplatz die beengten Wohnverhältnisse aber auch das ausgeprägte Liebesleben und die Vielzahl der Kinder (nach Überlieferungen 42) des Grafen Friedrich Ferdinand bereden. Deutlich wird in dem Schauspiel, dass es den Pappenheimern während der Regentschaft des Grafen Friedrich Ferdinand, recht gut ging. 150412_tulip_theater-03Das Ohr des Herrn war damals in Pappenheim für den kleinen Mann nicht unerreichbar. Letzteres wird auch in der zweiten Szene deutlich, bei der die Handwerker sich abends im Wirtshaus unterhalten. Maurermeister Hirsch erzählt von seinem Antrag an den Grafen und dessen Entgegenkommen. Der Baugrund wurde ihm geschenkt und 30 Jahre lang ist der Maurermeister Hirsch mit seinem Haus von allen Abgaben befreit. Die recht laute Wirtshausdiskussion bekommt der Kanzleidirektor Kern mit, der die Handwerker nach ihren Problemen fragt. Kern und der Justizrat Schnitzlein hören zu und weisen auf den nächsten Freitag hin, bei dem Graf Friedrich Ferdinand seinen Bürgern eine Anhörung gewährt. Bei dieser Anhörung sind die Belange der Handwerker mit großem Wohlwollen behandelt worden wie man heute weiß, denn an der Nordseite der heutigen Bahnhofstraße, die damals Monheimer Chaussee hieß sind eine ganze Reihe Handwerkerhäuser entstanden, von denen das Haus Nr. 20 noch in der ursprünglichen Form zu sehen ist.

Mit viel Applaus wurden die Schauspieler der Theatergruppe Pappenheim für ihre Darbietung bedacht.

Es wirkten mit: Anette Pappeler, Bernhard Pappler, Marianne Pappler, Barbara Mürl, Peter Salisch, Holger Wenzel, Verena Wenzel, Frieder Edel, Anida Cemal, August Görtz, Britta Schober, Fabian Schober, Vera Tschunko, Manuela Urban und Pia Brunnenmeier.

Begleitet wurde das Schaupiel von dem Pappenheimer Regiment, das die Schauspieler sicher zur Bühne geleitete. Nach dem Schaupiel der Pappenheimer Theatergruppe aus dem Jahr 1772 versetzen die Pappenheimer Kürassiere das Publikum um weitere gut 100 Jahre zurück in die Zeit des 30jährigen Krieges. Erläuterungen gab es zu den medizinischen Möglichkeiten der damaligen Zeit, wobei auch medizinisches Gerät wie Skalpell, Wundschaber, Kugelbohrer, Knochensäge und Brandeisen vorgestellt wurden. Vor dem erstaunten Publikum zog der Feldscher einem angeschossenen Kürassier eine Geschoßkugel durch den Schusskanal wieder ans Tageslicht und auch die Amputation einer verletzten Hand in einem Feldlager des 30jährigen Krieges wurde demonstriert.

(Weiterer Bericht über das Marktgeschehen folgt.)




Tulipomania 2015

Die Nachbarschaftsgemeinschaft in der Pappenheimer Bahnhofstraße im Zusammentulipomania-300wirken mit dem Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. gestaltet mit der Tulipomania unter dem Motto – lebendige Geschichte, Kultur und Lebensart – einen kleinen aber feinen Markt mit Kunst- und Kultur und ganz besonders für Gartenfreunde. Dabei soll sich alles um das Thema Tulpen drehen.

Die Idee dieses Marktes entspringt der Tatsache, dass es sich bei der Pappenheimer Bahnhofstraße um historischen Boden handelt, der auf eine vielseitig Handwerkerschaft hinweist. Zahlreiche Häuser in dieser Straße haben ihren Ursprung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Damals wurden die ersten acht der Handwerkerhäuser errichtet und waren 30 Jahre von allen Abgaben und Steuerlasten frei. Diesen Vorläufer des sozialen Wohnungsbaus hatte damals der in Pappenheim regierende Graf und Herr Friedrich Ferdinand (1702-1793) ermöglicht. Eine hoch interessante Persönlichkeit der Pappenheimer Stadtgeschichte, der sich neben seinen Regierungsgeschäften den schönen Künsten, den schönen Frauen und den Tulpen gewidmet hat. 5000 verschiedene Tulpenarten haben nach geschichtlichen Überlieferungen in seinem Schlossgarten geblüht. Dabei ist zu bedenken, dass dies in einer Zeit war in der Tulpenzwiebeln mit Gold aufgewogen wurden.

tulipomania-2015Diese historische Substanz und die Tulpen-Manie des vormaligen Grafen und Herrn Friedrich Ferdinand bildet nun die Grundlage für die Tulipomania Auf dem Parkplatz des EDEK-Marktes von Torsten Pfaller an der Pappenheimer Bahnhofstraße.

Auch diesmal konnte Gräfin Ursula als Schirmherrin der Veranstaltung gewonnen werden. Gräfin Ursula zu Pappenheim ist eine direkte Nachfahrin, des Grafen Friedrich Ferdinand zu Pappenheim. Die dritte Auflage dieses Tulpenfestes wird wieder mit einem Gottesdienst in der Pappenheimer Weidenkirche am Bahnweg beginnen. Anschließend wird die Tulipomania auf dem Parkplatz des EDEKA-Marktes Pfaller an der Bahnhofstraße eröffnet. Viele Handwerker, Künstler und Händler haben ihr Kommen zugesagt. Auch für die Unterhaltung ist gesorgt. Ein Highlight wird das Schauspiel mit historischem Bezug der Theatergruppe Pappenheim sei. Freuen Sie sich auf lebendige Geschichte, Kultur und Lebensart.

Tulipomania 2015
Sonntag, den 12. April 2015 von 10.00 – 17.00 Uhr
Auf dem Edekaparkplatz, Bahnhofstraße Pappenheim

Programm

10.00 Uhr Tulpengottesdienst in der Weidenkirche Pappenheim

11.00 Uhr Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Uwe Sinn, I. E. Ursula Gräfin zu Pappenheim und Renate Prusakow
Danach Standkonzert der Stadtkapelle Pappenheimer

13.00 Uhr Konzert der Bellenberger Drachenbläser

13.45 Uhr zur Einstimmung auf das Theaterstück der Theatergruppe Pappenheim
mit der Musikschule Annika Eggert mit ihren Musikschülern

14:00 Uhr Yoga mit Christa Mayer

14.00 Uhr Schauspiel der Theatergruppe Pappenheim:
„ Graf Friedrich Ferdinand und seine Tulpen“

 

15.00 Uhr Konzert mit den Bellenberger Drachenbläsern

 

15.00 Uhr Yoga mit Christa Mayer

 

15.30 Uhr Historischer Tanz zum mittanzen mit Marianne Bautze

 

16.30 Uhr Auflösung Tulpenrätsel, Bildprämierung Tulpenbild

16.00 Uhr Yoga mit Christa Mayer

 

17.00 Uhr Bruder Resignatius beendet das Fest.




Straßenmuseum zeigt Bilder des Jahres

Eine Bilderrückschau auf das Jahr 2014 wurde jetzt im Straßenmuseum Pappenheim eröffnet. Dank des Entgegenkommens von Dekan Wolfgang Popp und des evangelischen Kirchenvorstands konnte die traditionelle Bilderausstellung in diesem Jahr in einem etwas größeren Rahmen stattfinden. Verbunden war die Feierstunde auch mit einer Rückschau auf die Leistungen des Straßenmuseums und des Heimat- und Geschichtsvereins. Bürgermeister Sinn lobte das ehrenamtliche Engagement und skizzierte in vielen gesellschaftlichen und politischen Bereichen positive Bilder der Stadt. Allerdings wird die Bahnunterführung Niederpappenheim 2015 noch nicht in Angriff genommen. Die Bürgerbeteiligung beim SEK ordnet Sinn als Lernprozess ein. Als schäbig und unverschämt bezeichnet Sinn öffentliche Angriffe auf seine Familie und unbeteiligte Bürger.

Zeichen der Gemeinsamkeit
Die Feierstunde zur Ausstellungseröffnung war nach der feierlichen Eröffnung kurz vor Weihnachten 2014 die erste Veranstaltung im evangelischen Gemeindehaus.

150114_stramu-bilder-d.j-05Erika Lenk und Renate Prusakow vom Straßenmuseum begrüßten rund 60 Gäste in dem großzügigen glasüberdachten Innenhof. Neben Bürgermeister Uwe Sinn sowie Stadtratsvertretern der SPD und der Bürgerliste waren auch Bergpfarrer Stefan Schleicher und Stadtpfarrer Jürgen Poppe, ebenso wie Landratstellvertreter Peter Krauß und Polizeichef Dieter Meyer von der PI Treuchtlingen der Einladung zur Ausstellungseröffnung gefolgt. Gekommen waren auch Vereinsvertreter der Freiwilligen Feuerwehr, des Turnvereins, der Arbeiterwohlfahrt, des SPD Ortsvereins, der Theatergruppe, der Werbegemeinschaft und der Privilegierten Schützengesellschaft. Als Honoratioren aus Pappenheim wurden Gräfin Ursula zu Pappenheim, Ehrenbürger Hans Navratil und Altbürgermeister und Schützenkönig Josef Nachtmann willkommen geheißen. Letzterer freute sich besonders, über das Geburtstagsständchen, dass ihm die Stadtkapelle Pappenheim anlässlich seines 85.Geburtstages spielte den er der vergangenen Woche feiern konnte.

150114_stramu-bilder-d.j-04Der Pappenheimer Marsch war es dann, der von der Stadtkapelle Pappenheim zur Eröffnung musiziert wurde. Bei ihren Ausführungen zur Bilderausstellung führte Renate Prusakow, die auch Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim und Ortsteile e.V. ist, die Gäste zurück in das vergangene Jahr. Sie erinnerte an die Ausstellungen des Straßenmuseums und auch an die zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen des Heimat- und Geschichtsvereins. 150114_stramu-bilder-d.j-03So konnte das Straßenmuseum Pappenheim sein 10-jähriges Jubiläum mit einer großen Ausstellung im sogenannten Haus der Bürger feiern. Weitere Glanzpunkte des Jahres waren der Gegenbesuch der Pappenheimer beim Shantychor Cuxhaven, die jüdischen Tage in Pappenheim und die Teilnahme an der Pappenheimausstellung in Lützen. Vorgestellt wurde auch eine von den Archivaren Hans Navratil und Stephan Reuthner geschriebene Erweiterung der Fleischmannchronik, die Einblicke in das Pappenheim des 20. Jahrhunderts gibt. Zu erwerben ist das Werk über die Historie Pappenheims aus dem 20. Jahrhundert in der Tourist-Information, bei Schreibwaren Windisch und im Straßenmuseum Pappenheim.

Renate Prusakow betonte in ihrer Rede auch, dass sie in Pappenheim sehr wohl eine Gemeinsamkeit erkenne. Diese drücke sich in der Anwesenheit der vielen Vereinsvertreter und auch der Anwesenheit einiger Mandatsträger aus. Allerdings sei diese Gemeinsamkeit noch weit entfernt von den Verhältnissen im Jahre 2007 als es beim Historischen Fest gelungen ist unter Beteiligung aller Ortsteile und vieler Vereine aus vielen kleinen Teilen ein 1,3 km langes Seil der Verbundenheit um die Burganlage zu knüpfen das Start und Ziel am Alten Schoss hatte.
Die Neuauflage eines gemeinsamen Wirkens erhofft sich die Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins bei der TULIPOMANIA 2015. Dieses Tulpenfest am 12. April 2015 geht auf die Tulpenmanie des Pappenheimer Grafen Friedrich Ferdinand zurück, der als Urvater des sozialen Wohnungsbaus in der Pappenheimer Bahnhofstraße gilt und in dessen Schlossgarten 5000 Tulpenarten blühten.

Bildung, Gesellschaft, Wirtschaft
Bürgermeister Uwe Sinn nutzte die Veranstaltung, die durchaus Ansätze eines Neujahrsempfangs aufzuweisen hatte für eine Betrachtung der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in Pappenheim. Dabei lobte der Rathauschef Pappenheim, als eine Stadt mit einem reichen Angebot an Wissen, Aufgeschlossenheit und Toleranz, die durch örtliche Bildungs- und Kultureinrichtungen gefördert werde. Beispielhaft verwies Sinn auf das neu gestaltete Gemeindehaus, das eine fantastische Verbindung von Tradition und Moderne sei. „Bildung und Wissenschaft sind Bausteine für unsere Zukunft“ stellte Sinn mit einem besonderen Hinweis auf das Evangelische Bildungs- und Tagungszentrum (EBZ), sowie auf das Europäische Haus Pappenheim (EHP) heraus. Sinn verwies auf das ehrenamtliche Engagement in den vielfältigen Kultureinrichtungen, den Sportvereinen, der Betreuungsgruppe für die Asylsuchenden und dem Angebot für Senioren. Dabei verwies Sinn beispielhaft auf die drei zertifizierten Pappenheimer Seniorenberater und die Computerkurse für Senioren. „Hinter all diesen Angeboten stehen engagierte Menschen. Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen“, sagte Sinn.
Natürlich gehöre zu den Bildungseinrichtungen auch die Grundschule. In den letzten Jahren habe man in moderne Klassenzimmer investiert und jetzt werden die neuen Brandschutzrichtlinien umgesetzt. „Die Maßnahmen werden zügig umgesetzt, zeitlich liegen wir voll im Plan“, erläuterte Sinn. Es entbehre jeder Grundlage von einer “ billigenden Gefährdung unserer Kinder“ zu sprechen. Denn der „alte Stadtrat“ habe seit langem gewusst, dass die Brandschutzmaßnahmen ins Haus stehen. Die Kostenprognosen, die in Anlehnung an die Kosten für die Weißenburger Grundschule von einer Millionensumme mutmaßen, ordnete Sinn in den der Bereich der Märchen ein.
150114_stramu-bilder-d.j-02Als wichtige Voraussetzung für die Entwicklung Pappenheims hob Sinn die Bahnunterführung in Niederpappenheim hervor, die der Landkreis nun 2015 doch noch nicht beginnen will, weil Verhandlungen mit der Deutschen Bahn noch nicht abgeschlossen sind. Stadt Pappenheim und Landkreis werden aber mit vereinten Kräften und unter Einbindung des Innenministers alles dafür tun um das Projekt schnellstmöglich umzusetzen.

Lernprozess Bürgerbeteiligung
Der Prozess der Bürgerbeteiligung am Städtebaulichen Entwicklungskonzept war und ist auch ein Lernprozess, der ein neues und kooperatives Miteinander von allen Seiten erfordere. Wenn auch die aktuelle Diskussion um das städtebauliche Entwicklungskonzept zeige, dass Fragen manchmal schwer zu lösen sind, so beteuerte Sinn, dass er die Zusammenarbeit mit den Bürgern wolle. „Eine sachliche Auseinandersetzung mit der Arbeit des Bürgermeisters und des Stadtrates ist erlaubt und in der Demokratie sogar erwünscht,“ betonte Sinn. Allerdings berühre es ihn sehr, „wenn die eigene Familie und andere unbeteiligte Bürger öffentlich angegriffen werden. Das ist schäbig, unverschämt und höchst unanständig.“
„Heute kann sich eine Stadt nur erfolgreich entwickeln, wenn sie ausreichend attraktiv ist und rechtzeitig in ihre Infrastruktur investiert“, stellte Sinn fest. Der Ausbau der Deisingerstraße und des Marktplatzes sei für Pappenheim von entscheidender Bedeutung und müsse jetzt zügig umgesetzt werden. Die für die Fördergelder entscheidende Regierung von Mittelfranken habe die Ressourcen erkannt und es schaue bisher gut aus, einen Fördersatz von 80 Prozent zu bekommen. „Und deshalb haben wir keine Zeit zu verschenken“,.
In der Vergangenheit habe sich in Pappenheim etwas getan. Man halte hier Angebote vor, die es in anderen Städten und Gemeinden nicht gebe. Nur wenn es gelinge, eine positive wirtschaftliche Entwicklung zu erreichen werde es – so Sinn – möglich sein, soziale Leistungen, Bildung und Kultur weiterhin aufrecht zu erhalten. Und dafür schaue es gut aus.

Auf einer Leinwand wurden zur Abrundung der Feierstunde in einem ca. 20 minütigen Umlauf die Bilder des Jahres 2014 gezeigt. Dabei wurden den Betrachtern zum Teil schon vergessene Begebenheiten in Erinnerung gerufen. Musikalisch begleitet wurde die Bildpräsentation von der Stadtkapelle Pappenheim die in voller Besetzung einen Glanzpunkt der Feierstunde darstellte.




Die Bilder des Jahres

Das Straßenmuseum Pappenheim eröffnet in seinem Museumsfenster zum Beginn des Neuen Jahres eine Fotoausstellung mit einer Bilderrückschau auf das Jahr 2014. Eröffnet werden soll diese Ausstellung in einer Feierstunde zusammen mit der Stadtkapelle Pappenheim am Sonntag, 11. Januar 2015 um 11:00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus. Dieses wurde großzügiger Weise von Dekan Popp und dem Kirchenvorstand für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

Bei der Ausstellungseröffnung werden ergänzend zu der Ausstellung im Museumsfenster weitere Fotos präsentiert, die prägend für das Jahr 2014 in Pappenheim waren. Eingeladen zu der Ausstellungseröffnung sind alle, die Interesse an Heimat und Geschichte in Pappenheim und Freude an einer Pappenheimer Fotorückschau auf das Jahr 2014 haben.

Für eine dauerhafte und intensivere Betrachtung steht eine Fotoauswahl der Bilder des Jahres im Straßenmuseum Pappenheim, Graf-Carl-Straße 17, kostenlos und rund um die Uhr zur Verfügung