Zwei Leistungsprüfungen bei der Stützpunktfeuerwehr Pappenheim 

Die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim hat kürzlich mit zwei Gruppen die Leistungsprüfung für den Brandeinsatz bestanden. Nach mehreren Trainingseinheiten unter der Leitung von Franz-Xaver Klatt hieß es am vergangenen Sonntag im Pappenheimer Schulhof an der Stadtparkstraße nacheinander für zwei Einsatzgruppen: „Zum Einsatz fertig!“

Die Prüfung für die Gruppe im Löscheinsatz der Variante 1 setzt sich aus unterschiedlichen Zusatzaufgaben für Angriffstrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp sowie aus Gerätekunde und der Vorführung von Knoten und Stichen zusammen. Nach dem praktischen Teil – der Löschübung – muss dann noch eine Saugleitung gekuppelt werden, bevor mit der Trockensaugprobe die Leistungsprüfung abgeschlossen wird.

Die Abläufe und Zeitvorgaben der Prüfungselemente wurden von den drei Schiedsrichtern Otto Schober, Marco Ruggero und Karl-Heinz Klatt überwacht, die den beiden Pappenheimer Löschgruppen eine fehlerfreie Arbeit bescheinigten, bei der auch die Zeitvorgaben eingehalten wurden. Deshalb erhielten die Absolventen als Anerkennung die entsprechenden Ehrenzeichen für die bestandene Leistungsprüfung. Die Ehrenzeichen wurden von Kreisbrandmeister Otto Schober, Bürgermeister Florian Gallus und Stadtrat sowie Feuerwehrreferent Michelé Eckerlein an die erfolgreichen Prüflinge überreicht.

Kreisbrandmeister Otto Schober und Bürgermeister Florian Gallus bedankten sich in ihren Grußworten bei den Feuerwehrkräften. Bürgermeister Gallus betonte seine Wertschätzung gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr: „Ich kann gar nicht oft genug Danke sagen“, brachte er seine Anerkennung zum Ausdruck.

Auch der 1. Kommandant Martin Veitengruber beglückwünschte die beiden Gruppen zu ihrer bestandenen Prüfung und zeigte sich sehr erfreut, dass sich auch junge Feuerwehrleute dazu entschlossen haben, die Leistungsprüfung abzulegen und ihre Freizeit für die Übungseinheiten zu opfern.

Bei den beiden Pappenheimer Löschgruppen wurden nachfolgende Leistungsstufen erreicht:

Stufe 5, Gold/Grün ,
Franz-Xaver Klatt  
Saskia Kolb  ,

Stufe 3, Gold
Andreas Hager,

Stufe 2, Silber

Michael Kaus
Fabian Kühnlein

Stufe 1, Bronze
Diana Burzler,
Leon Herzner,
Paul Lange,
Florian Zanetti,

Daniel Enderlein und Tim Schober waren bei den Prüfungen Ergänzungsteilnehmer die alle Stufen schon in früheren Jahren erfolgreich abgelegt haben.

 




Sportfreunde kamen nicht über ein Remis hinaus

Die Zweite des ESV Treuchtlingen erwies sich im Vergleich mit der Elf von Stefan Kiermeyer als schwer zu bespielender Gegner. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden

SF Bieswang  –  ESV Treuchtlingen II    1 : 1  (0 : 0)

(SFB) Die Gäste aus Treuchtlingen setzten die Heimelf in den ersten zwanzig Minuten immer wieder unter Druck. Durch direkten Zug zum Tor und individuellem Durchsetzungsvermögen erspielten sie sich erste Möglichkeiten. Bieswang machte sich durch lethargisches und unkonzentriertes Spiel das Leben schwer, fand Folge dessen nur bedingt in die Partie. Darüber hinaus blieb man immer wieder an der vielbeinigen Abwehr des ESV hängen. Im zweiten Abschnitt gingen die SFB´ler dann in der 50. Minute in Führung. Lukas Störzer setzte sich über Rechtsaußen schön durch und Boris Bosnjak verwertete die flache Hereingabe im Sturmzentrum. Im Anschluss versäumten es die Gastgeber, mit dem zweiten Treffer nachzulegen. Der ESV blieb dadurch im Spiel und wurde mit dem Ausgleich durch Francesco Di Candia eine Viertelstunde vor dem Abpfiff belohnt. Zwar versuchten die Hausherren noch den Siegtreffer zu erzielen, doch an diesem Tag war einfach nicht mehr drin als dieses am Ende aus Bieswanger Sicht doch enttäuschende Unentschieden.

Sicherlich hatten sich die Sportfreunde den Fußball Nachmittag anders vorgestellt. Der ESV war mit 35 Gegentoren in 8 Spielen nach Bieswang gekommen. Allerdings zeigten die Treuchtlinger eine gute Partie. Kommenden Sonntag ist man zu Gast beim Ligaprimus, dem FC Nagelberg. Gespielt wird in Dettenheim. Anstoße ist um 15 Uhr. Die FCN´ler kamen heute zuhause ebenfalls im Spitzenspiel gegen die SG Langenaltheim/Solnhofen nicht über ein Unentschieden hinaus, behaupteten aber die Tabellenführung.

SF Bieswang: Thomas Pihale, Jonas Schramm, Lukas Störzer, Dominik Dietrich, Boris Bosnjak, Janik Jakob, Niko Müller, Patrick Strunz, Max Störzer, Matthias Bieberle, Anusorn Sachse, Florian Störzer, Sebastian Hüttinger, Stefan Kiermeyer, Jakob Käfferlein, Robin Krause

 




Vesper-Gottesdienst zum Gallus-Tag – HGV Pappenheim lädt herzlich ein

Der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim (HGV) lädt gemeinsam mit den Kirchengemeinden zum ersten Vesper-Gottesdienst anlässlich des Gallus-Tags ein. Die feierliche Andacht findet am Mittwoch, den 16. Oktober 2024, um 18.00 Uhr in der St. Galluskirche statt – der ältesten Kirche Pappenheims, deren Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen.

Der Gallus-Tag, der auf den irischen Mönch Gallus zurückgeht, ist in der Schweiz ein bedeutender Feiertag. In Pappenheim soll diese alte Tradition nun wieder aufleben, um die historische Verbindung zwischen der Stadt und dem St. Galluskloster in der Schweiz zu würdigen. Die St. Galluskirche, die heute hauptsächlich als Beerdigungskirche genutzt wird, steht als wichtiges kulturelles Denkmal im Zentrum dieser Feierlichkeiten.

Mit dem Vesper-Gottesdienst möchte der HGV Pappenheim die tiefen historischen Wurzeln ehren und zugleich eine Gelegenheit zur Besinnung schaffen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an dieser besonderen Andacht teilzunehmen und einen Moment der Ruhe inmitten der jahrhundertealten Mauern der St. Galluskirche zu genießen.

Der HGV Pappenheim freut sich darauf, gemeinsam mit Ihnen diese neue Tradition im Jahreskalender der Stadt zu etablieren.




Dorfgemeinschaft Zimmern legt Grundstein für neuen Spielplatz

Mit vereinten Kräften hat die Dorfgemeinschaft von Zimmern am vergangenen Samstag den Grundstein für den neuen Kinderspielplatz gelegt. In Eigenleistung gruben rund 15 engagierte Helferinnen und Helfer die Fundamente für die ersten Spielgeräte aus und schufen damit die Basis für das lang ersehnte Projekt. Dank tatkräftiger Unterstützung und einer hervorragenden Verpflegung war der Einsatz ein voller Erfolg – ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt im Ort.

Schon seit längerer Zeit wurde in Zimmern der Wunsch nach einem neuen Spielplatz immer drängender. Gerade in den letzten Jahren hatte sich die Zahl der jungen Familien im Ort erfreulich erhöht, was die Dringlichkeit zusätzlich verstärkte. Nachdem der alte Spielplatz am „Kesseleck“ merklich in die Jahre gekommen war, musste dringend eine neue Lösung her. Die Standortsuche erwies sich allerdings als schwieriger, als zunächst gedacht – viele Ideen wurden diskutiert, darunter auch der Rottler Hang, der allerdings aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht infrage kam. Schließlich konnte jedoch ein passender Ort gefunden werden und der Stadt Pappenheim wurde ein Grundstück neben der neuen Siedlung kostenlos zur Verfügung gestellt, was den Weg für das Projekt frei machte.

Nach mehreren Ortsbegehungen und Absprachen mit Elternvertretern, die von Anfang an in den Planungsprozess mit einbezogen waren, wurden verschiedene Angebote von Spielgeräteherstellern eingeholt. Der Zuschlag ging schließlich an die Firma Maier aus Altenmarkt, deren Konzept am meisten überzeugte. Doch bevor es richtig losgehen konnte, galt es, diverse Gutachten und Prüfungen abzuwarten – unter anderem auch ein artenschutzrechtliches Gutachten, da der Lebensraum der geschützten Zauneidechse berücksichtigt werden musste. Nachdem alle Hürden genommen waren, beschloss der Stadtrat schließlich die Umsetzung des Projekts.

Ein besonderer Wunsch einiger Stadträte war es, die Dorfgemeinschaft aktiv in die Bauarbeiten einzubeziehen. Diesem Wunsch kamen die Bewohnerinnen und Bewohner von Zimmern gerne nach. Am Samstag, den 12. Oktober 2024, war es dann soweit: Etwa 15 engagierte Helferinnen und Helfer, darunter auch viele Kinder, versammelten sich bei strahlendem Wetter, um den Grundstein für den neuen Spielplatz zu legen. Unter der tatkräftigen Anleitung von Marco Pfister, der mit seinem Bagger unermüdlich im Einsatz war, wurden die Löcher für die Fundamente von vier Spielgeräten ausgehoben. Es handelt sich hierbei um ein liegendes Pferd, eine Pferdewippe, eine Drehscheibe und eine Schaukel, die von der Dorfgemeinschaft in Eigenregie vorbereitet wurden.

Dank zahlreicher Essens- und Getränkespenden war für das leibliche Wohl bestens gesorgt, was die Stimmung zusätzlich hob. Bis zum späten Nachmittag schufteten Groß und Klein Seite an Seite – mit sichtbarem Erfolg. Nun werden die Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs, gemeinsam mit einem Techniker der Firma Maier, die größeren Spielgeräte wie Seilrutsche, Kletterturm und Sandkasten in den nächsten Wochen fertigstellen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich Anfang November abgeschlossen sein, sodass die Kinder von Zimmern schon bald ihren neuen Spielplatz in vollen Zügen genießen können.

Ein herzliches Dankeschön geht von vielen Seiten an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, die mit großem Einsatz dafür gesorgt haben, dass der Kinderspielplatz für Zimmern endlich in die finale Phase kommt – ein leichtendes Beispiel für die starke Gemeinschaft in Zimmern.

Fotos:Ortsgemeinschaft Zimmern




Erneut mutwillige Beschädigung an Pkw in Pappenheim

In der Pappenheimer Bahnhofstraße kam es am Samstag, den 12. Oktober 2024, zwischen 16.30 Uhr und 17.30 Uhr erneut zu einer mutwilligen Sachbeschädigung. Ein bislang unbekannter Täter zerkratzte einen dort abgestellten Pkw, wodurch ein Sachschaden in Höhe von etwa 200 Euro entstand. Bereits in der Vergangenheit wurde der betroffene Fahrzeughalter Opfer von Vandalismus, als Unbekannte die Reifen seines Fahrzeugs zerstachen.

Die Polizei Treuchtlingen bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.




Der Pappenheimer Stadtrat tagt öffentlich

Am Donnerstag, 17.10.2024, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eine öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt.

1 Bauanträge

1.1 BA 22/2024 – Antrag auf Vorbescheid: Neubau eines Wohnhauses für 24 Menschen mit
Behinderung und einer Förderstätte für 24 Menschen mit Behinderung, Lachgartenweg 4,
Pappenheim
2 Bauleitplanung – 8. Änderung des Flächennutzungsplans – Auslegungs- und
Billigungsbeschluss

3 Abwasser

3.1 Kanalunterhalt Bieswang: Grundsatzbeschluss zur Sanierung von verschiedenen
Kanalhaltungen in Verbindung mit den weiteren Dorferneuerungs-Abschnitten
3.2 Abwasserbeseitigung Bieswang: Vorstellung der Entwurfsplanung „Mischwasserbehandlung
Bieswang“ durch das Ing.-Büro Völker, Beschlussfassung der Planung und
Kostenberechnung

4 Brandschutz

4.1 Umbaumaßnahmen am FFW-Haus Neudorf im Zuge der Fahrzeugneuanschaffung
4.2 Brandschutz: Angebot des ZV Bieswang auf Erhöhung des Wasserdrucks im Bereich
Wasserturms

5 Sanierung Sanitärgebäude Campingplatz:

Auftragsvergabe für Dacharbeiten

6 Bekanntgaben




Unfallflucht in der Deisingerstraße

Am Mittwoch, den 9. Oktober 2024, kam es in Pappenheim zu einem Unfall auf der Deisingerstraße, bei dem ein geparktes Fahrzeug beschädigt wurde. Der Vorfall ereignete sich gegen nach 11:50 Uhr, als der Geschädigte sein Auto auf Höhe der Hausnummer 31 im Schrägparkbereich im Bereich der Arztpraxis abstellte. Zwei Stunden später musste der Fahrzeugbesitzer feststellen, dass der Kotflügel auf der Fahrerseite massiv beschädigt worden war.

Den Spuren nach zu urteilen, war ein anderes Fahrzeug, vermutlich ein grauer Pkw, beim Rangieren gegen das geparkte Auto gestoßen. Anstatt sich um den entstandenen Schaden zu kümmern, entfernte sich der Unfallverursacher unerlaubt von der Unfallstelle. Der Sachschaden wird auf einen vierstelligen Betrag geschätzt.

Die Polizei Treuchtlingen bittet Zeugen des Vorfalls, sich unter der Telefonnummer 09142-96440 zu melden.




Gesang der Engel in Pappenheim – Musikalisches Gedenken an Jacob Böhme

Am Freitag, den 18. Oktober 2024, um 19 Uhr verwandelt sich das Gemeindezentrum Pappenheim, Graf-Carl-Straße 1 ½, in eine Stätte außergewöhnlicher musikalischer Klänge. Anlass für das besondere Konzert ist der 400. Todestag des christlichen Mystikers Jacob Böhme, dessen geistige Schriften und philosophische Ideen das Herzstück dieses Abends bilden.

Mit einem Ensemble, das sich der Schöpfung durch Musik annähert, erwartet die Besucher ein Klangerlebnis, das sich von gewohnten Konzerten in vielerlei Hinsicht unterscheidet. Es geht um mehr als nur Melodien – es geht darum, die Entstehung des Lebens in klingender Form zu erfassen. Texte des „Philosophus Teutonicus“, wie Böhme einst genannt wurde, begleiten die Musik und schlagen eine Brücke zu seinen tiefsinnigen Gedanken über die zeitlosen Zusammenhänge der Welt.

Die Jubiläumsjahre 2024 und 2025, die den 400. Todestag und den 450. Geburtstag Böhmes umfassen, bieten eine willkommene Gelegenheit, das Erbe dieses großen Denkers zu würdigen. Böhmes Ideen über die Struktur der Welt haben bereits früh Schriftsteller wie Goethe und Novalis beeinflusst und bis heute nichts von ihrer Faszination verloren.

Das musikalische Programm dieses Abends ist einzigartig: Die eigens komponierte Musik und die improvisierten Elemente basieren auf einem universellen Tonsystem, das in seiner Struktur von konventionellen Harmonien abweicht und dennoch höchste Harmonie verkörpert. So möchte das Konzert auch Impulse für die Neue Musik setzen.

Mit Wolfgang Saus (Obertongesang), Anna Rehker (Cello) und Andreas Rüsing (Keyboard) werden Musiker zu hören sein, die den spirituellen Gehalt der Texte und die universelle Klangwelt Böhmes eindrucksvoll zum Leben erwecken.

Der Eintritt ist frei – eine herzliche Einladung an alle, die neugierig auf ein ungewöhnliches Musikerlebnis sind und sich auf die Spuren eines bedeutenden Denkers der frühen Neuzeit begeben möchten.




Eintracht Kattenhochstatt gewinnt deutlich bei der TSG Pappenheim

Am 8. Spieltag der Kreisklasse Neumarkt/Jura West trafen die Tabellennachbarn TSG Pappenheim und Eintracht Kattenhochstatt aufeinander, und die Erwartungen an dieses Spitzenspiel waren entsprechend hoch. Doch leider sollte sich der Nachmittag aus Pappenheimer Sicht anders gestalten als erhofft.

Beide Teams gingen mit klaren Plänen ins Spiel, doch vor allem die Gäste aus Kattenhochstatt ließen von Anfang an keine Zweifel aufkommen. Schon in der 11. Minute nutzte Daniel Riess die erste Gelegenheit und brachte die Eintracht mit 1:0 in Führung. Auch in der Folgezeit blieben die Gäste am Drücker, und nach rund 36 Minuten erhöhte Tim Henkel auf 0:2. Die Pappenheimer Defensive geriet immer wieder enorm unter Druck.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer keimte kurz vor der Halbzeitpause auf, als Munafet Ljiko einen Distanzschuss abfeuerte. Doch Kattenhochstatts Schlussmann Felix Meier war zur Stelle und machte diese Gelegenheit zunichte.

Mit frischem Elan starteten die Pappenheimer in die zweite Hälfte und erspielten sich mehrere vielversprechende Chancen, vor allem zwischen der 50. und 65. Minute. Diallo, Glasner und Türk hatten den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige.
Nachdem Edin Cemal, kaum eingewechselt, eine Zeitstrafe kassierte, blieb Pappenheim zwar weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, doch der entscheidende letzte Pass wollte einfach nicht gelingen. Das Tor schien wie vernagelt.
In der 87. Spielminute machte dann Marcel Manger mit einem Konter endgültig den Deckel drauf und erhöhte auf 0:3 – die Entscheidung in einer Partie, die aus Pappenheimer Sicht unter dem Motto „viel Aufwand, wenig Ertrag“ stand.
Allerdings zeigten die Pappenheimer Kampfgeist und hatten ihre Momente, doch am Ende bewies die Eintracht, warum sie derzeit zur Ligaspitze gehört.

Aufstellung der TSG Pappenheim:
Fabian Zanetti, Ardit Bajraktari, Anel Hodza, David Heger, Gentijan Bajraktari, Munafet Ljiko, Semir Muska, Nikola Stojanovic, Sebastian Glasner, Omar Almaayouf, David Mürl
Eingewechselt: Ömer Türk, Merim Ljiko, Robert Sorohan, Edin Cemal, Mamoudou Diallo

 

 




Pappenheim rüstet Sirenen auf moderne Digitaltechnik um

Die Stadt Pappenheim hat beschlossen, ihre Sirenen auf digitale Alarmierung umzustellen. Damit werden die bisherigen, analogen Anlagen auf das sogenannte TETRA-BOS-Digitalfunksystem umgestellt. Dies bringt zahlreiche Vorteile in der Alarmierung mit sich und sorgt für mehr Sicherheit in Notfallsituationen.

TETRA und FRT – was steckt dahinter?
Die neue Technik basiert auf dem Digitalfunk „TETRA“ (Terrestrial Trunked Radio), der insbesondere für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) verwendet wird. Eine wichtige Komponente dieser neuen Alarmierung ist das sogenannte FRT (Fixed Radio Terminal). Darunter versteht man ein stationäres Funkgerät, das an einer fest installierten Antenne betrieben wird. Damit ist eine präzise und zuverlässige Kommunikation zwischen den Integrierten Leitstellen (ILS) und den Sirenenanlagen sichergestellt. Dies ist besonders wichtig, um im Ernstfall Alarmierungen schnell und fehlerfrei zu übermitteln.

Dank der digitalen Umrüstung werden die Sirenen künftig nicht nur für Feueralarm genutzt, sondern können vier verschiedene Alarmsignale senden: Probealarm, Feueralarm, Bevölkerungswarnung und Entwarnung. Zusätzlich gewährleistet die digitale Technik eine höhere Manipulationssicherheit und ermöglicht die nahezu gleichzeitige Alarmierung aller Sirenen – im Vergleich zur bisherigen sequentiellen Auslösung spart das wertvolle Zeit.

Finanzielle Unterstützung durch Förderprogramm
Die Umrüstung wird im Rahmen des „Sonderförderprogramms Digitalfunk“ bezuschusst. Die Stadt Pappenheim hat hierfür Fördermittel in Höhe von 30.534 Euro beantragt. Die restlichen Kosten von rund 20.600 Euro muss die Stadt selbst finanzieren. Insgesamt werden 14 Sirenenstandorte umgerüstet, wobei pro Standort ein Sirenensteuerempfänger und ein Funkgerät installiert werden. Auch bestehende Sirenenschaltkästen müssen teilweise angepasst werden, damit sie mit der neuen Technik kompatibel sind.

Die Auftragsvergabe zur Lieferung und Installation der neuen Technik hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Die Arbeiten sollen noch im Jahr 2024 beginnen.




Sportfreunde Bieswang verlieren drei Punkte bei der DJK Preith

Die Bieswanger Sportfreunde erwischten am neunten Spieltag bei der DJK Preith keinen guten Tag und gingen am Ende verdientermaßen als Verlierer vom Platz.

DJK Preith  –  SF Bieswang    2 : 0  (1 : 0)

Schon in der 8. Minute gelang den Gastgebern durch Florian Schöpfel der Führungstreffer. In der Folgezeit hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, waren in den Zweikämpfen präsenter und vor allem in der Defensive stabiler als die Kiermeyer-Elf. Folge dessen lag das Chancenverhältnis bis zur Pause bei ca. vier zu eins. Bieswangs Anusorn Sachse hatte Mitte der ersten Hälfte eine gute Einschussmöglichkeit. Auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig. Bei den SFB´lern fehlten einige wichtige Akteure, wie schon in der gesamten Spielzeit, verletzungsbedingt. Die Durchschlagskraft im Sturm war nicht vorhanden, Preiths Schlussmann Patrick Egner konnte einen relativ ruhigen Nachmittag verbringen. Die Oberbayern bauten in der 56. Minute die Führung aus, als Caspar Hastreiter einen Abpraller im Nachschuss im Tor versenkte. Bieswang mühte sich zwar, bliebt aber ständig an der vielbeinigen Defensive der Hausherren hängen. Am Ende mussten alle einsehen, dass es einfach ein Tag war, an dem man nicht in die Spur fand, um erfolgreich zu sein.

Nachdem in der Liga viele Spiele nachgeholt wurden und die Tabelle dadurch ziemlich aussagekräftig ist, stehen die Sportfreunde  nach einem Drittel der Saison auf Platz fünf der Tabelle. Mit dem bisherigen Saisonverlauf sind sie durchaus zufrieden. Schade ist – wie sicherlich auch bei anderen Teams – dass einige wichtige Akteure seit Wochen nicht zur Verfügung stehen. Allen voran Spielertrainer Stefan Kiermeyer (Rückenprobleme) und Jakov Ruzic (Hüft-OP). Zuletzt musste auch Stammkeeper Leopold Haub zweimal passen, man war froh, dass der knapp 50jährige Thomas Pihale einsprang. Kommenden Sonntag steht ein Heimspiel gegen den ESV Treuchtlingen II an. Anpfiff ist um 15 Uhr.

SF Bieswang:
Thomas Pihale, Jonas Schramm, Sebastian Hüttinger, Lukas Störzer, Dominik Dietrich, Boris Bosnjak, Janik Jakob, Patrick Strunz, Max Störzer, Jakob Käfferlein, Anusorn Sachse, Jonas Ludwig, Robin Krause, Florian Störzer

 




Erste Pappenheimer Geschichtsreise mit Gästen aus vielen Teilen Deutschlands

Ein Beitrag von Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Am letzten Septemberwochenende trafen sich Menschen aus verschiedenen Teilen Deutschlands, um an der 1. Pappenheimer Geschichtsreise in Pappenheim teilzunehmen. Das Geschlecht derer von Pappenheim war das Bindeglied. So waren Gäste aus Bellenberg (Bayern), dem benachbarten Treuchtlingen, Gräfenthal (Thüringen) und Lützen (Sachsen-Anhalt) in Pappenheim, um zusammen mit dem Pappenheimer Regiment aus Delitzsch in Sachsen gemeinsame Geschichte zu erkunden. Der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. hat unter Federführung von Renate Prusakow ein anspruchsvolles und erlebnisreiches Programm zusammengestellt, unterstützt durch die Stadt Pappenheim.

Am ersten Tag wurde das Geschichtswochenende durch den 1. Bürgermeister Florian Gallus im Europäischen Haus eröffnet. Den Eröffnungsvortrag über die Geschichte der Stadt Pappenheim übernahm Raily Gräfin von der Recke-Volmerstein, die älteste Tochter der unvergessenen Ursula Gräfin zu Pappenheim und deren Ehemann Gert Graf von der Recke-Volmerstein. Ihren Eltern widmete die Referentin den Vortrag. Den zweiten Vortrag an diesem Nachmittag hielt die 1. Bürgermeisterin von Treuchtlingen Dr. Dr. Kristina Becker über die Pappenheimer Spuren in ihrer Stadt.

Am folgenden Tag standen weitere Orte der Pappenheimer Geschichte im Mittelpunkt. So referierte Henry Bechthold aus Gräfenthal, ehem. Bürgermeister und jetziger Vereinsvorsitzender der „Pappenheimer in Gräfenthal“ über die zweihundertjährige Regentschaft der Pappenheimer Herren in der thüringischen Kleinstadt. Die Pfarrerin und Schlossherrin auf Schloss Wespenstein Christiane Wehr sprach über das jüdische Leben in Gräfenthal. Eine weitere Stadt mit Pappenheimer Geschichte ist Bellenberg im schwäbischen Teil Bayerns, wo es ebenfalls eine zeitlich begrenzt regierende Pappenheimer Linie gab. Darüber sprach der 1. Bürgermeister Oliver Schönfeld. Zudem stellte er den Zuhörerinnen und Zuhörern die geschichtsträchtige Gemeinde Bellenberg vor.

Aus dem thüringischen Erfurt war Dieter Bombach, ehemaliger Gästeführer der Stadt angereist. Er erläuterte die verwandtschaftlichen Verbindungen des Walther von Gleisberg zu den Pappenheimer Herren. Dieser stiftete die Erfurter Schottenkirche.

Maik Reichel aus Lützen, ehemaliger Bürgermeister und Museumsleiter dieser Stadt, war nicht nur Moderator der gesamten Veranstaltung, er sprach auch über das Amt und die Funktion eines Reichserbmarchalls und erläuterte die vielfältigen Aufgaben dieses Reichsamtes.

Einen besonderen Vortrag lieferte der Pappenheimer Manfred Walther, als er mit Forschung und Fiktion die Vergangenheit zu neuem Leben erweckte, eine besondere Art des Storytelling für Pappenheims Geschichte.

Mit einem gemeinsamen Spaziergang aller Teilnehmenden zur Pfarrwiese, wo das Pappenheimer Regiment sein Lager aufgeschlagen hatte, konnte ein Einblick in das Leben des einfachen Soldaten und des mitreisenden Trosses genommen werden. Mit Speis und Trank versorgten die Pappenheimer Soldaten die Gäste, ehe es auf die Burg Pappenheim ging. Dort führte Ruth Schubert durch die alte Burganlage, wo die Pappenheimer Burgbläser die Besucherinnen und Besucher mit wunderbarer Musik empfingen. Im Anschluss daran sprach Frank Schade über das Regiment Pappenheim, die Aufstellung nahmen, um einen mehrfachen Salut zu schießen und so ihr können auch im Umgang mit der Muskete zu beweisen. Auf diese Schüsse antworten die Mitglieder des Militärvereins und der Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim mit zwei kräftigen Salutschüssen aus ihrer Kanone, tief im Turniergraben der Burg.

Spannend wurde es am späten Nachmittag an der Galluskirche. Albrecht Bedal aus Pappenheim referierte vor vielen Gästen aus Nah und Fern über die Baugeschichte der Galluskirche, die jedoch noch nicht umfassend bauarchäologisch untersucht worden ist. Deshalb stellte er die Frage, wieviel karolingische Reste mögen noch in dieser Kirche stecken, die zu einer der ältesten Kirchen in Franken zählt. Leider konnte diese nicht beantwortet werden, das tat aber dem spannenden Vortrag keinen Abbruch. Im Anschluss fand ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche statt, der durch Pfarrerin Christiane Wehr aus Gräfenthal und Pfarrer Robert Rapljenovic. Während des Gottesdienstes wurde ein Kreuz der Freundschaft geweiht, auf der alle Namen der befreundeten Städte, die an dieser ersten Pappenheimer Geschichtsreise teilnahmen, verzeichnet sind. Auch eine Rose mit dem Namen Ursula Gräfin zu Pappenheim ist darauf angebracht. Das Kreuz verbleibt in der Galluskirche als sichtbares Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit.

Am Abend kamen alle Gäste und viele Pappenheimerinnen und Pappenheimer im Gasthof zu Sonne zu einem traditionellen Heimatabend zusammen. Mehr als 70 Gäste waren anwesend. Der Gesangverein Frohsinn aus Bieswang trug mehrere Gesangsstücke vor und lud auch die anwesenden Männer und Frauen ein mitzusingen. Vertreter aus Altdorf steuerten eine ergreifende Szene aus Schillers Wallenstein vor. Schiller selbst war anwesend und wurde von Uwe Graf verkörpert. Manfred Wiegand trat als Drucker Josef Hirschbaum auf.

Am Sonntagvormittag wurde das Geschichtswochenende auf dem Pappenheimer Markt mit musikalischer Begleitung und verschiedenen Grußworten beendet. Neben Bürgermeister Florian Gallus sprach auch der Stellvertreter des Landrates Werner Baum, der die besten Grüße des Landrates Manuel Westphal und eine finanzielle Unterstützung des Landkreises überreichte. Anschließend sprach Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister a.D. und Beauftragter für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe der Bayerischen Staatsregierung. Er überbrachte die Grüße von Albert Füracker, MdL, Staatsminister der Finanzen und für Heimat.

Im kommenden Jahr wird die zweite Pappenheimer Geschichtsreise durchgeführt; sie führt nach Lützen in Sachsen-Anhalt, wo Graf Gottfried Heinrich zu Pappenheim in der Schlacht bei Lützen am 6./16. November 1632 starb.

Text: Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt
Fotos: Privat